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EFERDING. Fridolin Dallinger, einer der großen zeitgenössischen Komponisten Oberösterreichs, feiert heuer seinen 85. Geburtstag. Das Land und seine Heimatgemeinde Eferding gratulierten ihm mit einem Festkonzert bestehend aus einem Querschnitt seines Schaffens im Bräuhaus.

  1 / 2   Bei der Geschenkübergabe (v. l.): Fridolin Dallinger, Grete Dallinger und Landeshauptmann Thomas Stelzer Foto: Heindl

„Der musikalische Geburtstagsgruß, der vom Oö. Landesmusikschulwerk gestaltet wurde, ist eine weitere Anerkennung für eine Persönlichkeit, die viel für das zeitgenössische Musikleben unseres Landes bewirkt hat“, betonte Landeshauptmann Thomas Stelzer in seiner Festrede:  „Wir verneigen uns vor all dem, was wir bisher schon von ihnen erleben durften und wünschen ihnen weiterhin viel Freude an ihrem Schaffen und Wirken, denn sie merken, sie machen auch vielen anderen Freude damit.“

Über 200 Werke

Fridolin Dallinger, der für sein über 200 Werke zählendes Schaffen unter anderem mit dem höchsten Kulturpreis des Landes, dem Anton Bruckner Preis, ausgezeichnet wurde, zeigte sich gerührt. „Ehrungen sind sicher eine schöne Auszeichnung, aber noch viel mehr freue ich mich darüber, wenn junge Menschen meine Musik spielen, das ist das, was sich jeder Komponist ersehnt. Es freut mich aber auch, dass sich so viele Zeit für einen Abend voll zeitgenössischer Musik genommen haben, obwohl sie zum Teil schon uralt ist. Eines der aufgeführten Werke habe ich mit 18 Jahren geschrieben, das ist doch schon lange her und kann schon fast nicht mehr als zeitgenössisch bezeichnet werden“, schmunzelt der Jubilar.

Dallinger wurde am 16. Februar 1933 in Eferding geboren. Kompositionsstudien an der Musikschule der Stadt Linz und am Brucknerkonservatorium Linz folgten Fachstudien an den Musikakademien in Wien und Salzburg, die mit der Staatsprüfung für Klavier bzw. der Lehramtsprüfung für Schulmusik abgeschlossen wurden. Nach mehrjähriger Tätigkeit an Gymnasien war Dallinger von 1975 bis 1993 Musikprofessor an der Pädagogischen Diözese Linz.  Sein  Schaffen wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet, seine Heimatgemeinde Eferding verlieh ihm die Ehrenbürgerschaft.

Einer seiner größten Erfolge wurde ihm mit seinem Ballett „Die sieben Todsünden“ 1968 zuteil, durch das er internationale Bekanntheit erlangte. Der Komponist selbst meint zu seinem Oeuvre: „In meinem Schaffen fand eine Entwicklung statt, die vom Neoklassizismus über Zwölftontechnik und Elektronik bis zur wiederentdeckten Tonalität reicht. Meine Symphonien sind in die Tradition eingebettet, bauen auf sie auf, ahmen sie jedoch nicht nach. Als formales Gerüst verwendete ich das herkömmliche, altbewährte Satzschema, inhaltlich versuchte ich neues Gedankengut einzubringen. In erster Linie war ich jedoch bestrebt, mit meiner Musik die Seele der Menschen zu berühren.“

Landeshauptmann Stelzer würde sogar noch einen Schritt weitergehen. „Sie berühren nicht nur die Seele der Menschen, sondern auch die Seele Oberösterreichs. Denn das Oberösterreich von heute, auf das wir stolz sind, wird auch von Persönlichkeiten wie Ihnen mitgeprägt,“ so Stelzer abschließend.


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