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Naturparkgemeinden Scharten und St. Marienkirchen als bienenfreundliche Gemeinden ausgezeichnet

Nora Heindl, 05.07.2019 11:17

SCHARTEN/ST. MARIENKIRCHEN a. d. P. Auf ihren Wiesen, ihren öffentlichen Grünflächen aber auch in den privaten Haus- und Obstgärten nimmt das Summen wieder stetig zu: Die beiden Naturparkgemeinden Scharten und St. Marienkirchen sind als zwei von 15 neuen „Bienenfreundlichen Gemeinden“ von Umwelt-Landesrat Rudi Anschober im Biologie-Zentrum Linz ausgezeichnet worden.

Bei der Urkundenübergabe (v. l.): Gerlinde Larndorfer-Armbruster, LR Rudi Anschober, Bgm. LAbg. Jürgen Höckner, Michael Willnauer, Wolfgang Weichselbaumer, Rainer Silber, Gerhard Hummer, Eva Wahlmüller und Bgm. Harald Grubmair. Foto: Land OÖ/Grilnberger

„Gerade in einer Obst- und Naturparkregion ist die Förderung von bestäubenden Insekten ein wichtiges Anliegen“, sind sich die beiden Bürgermeister LAbg. Jürgen Höckner aus Scharten und Harald Grubmair aus St. Marienkirchen sowie Naturpark-Geschäftsführer und Bienenbeauftragter Rainer Silber einig.

Insgesamt setzen sich damit schon 27 Gemeinden in Oberösterreich im Rahmen des Projektes aktiv für den Bienenschutz und Artenvielfalt ein. Sie verzichten mit Unterstützung des Bodenbündnis OÖ auf Pflanzenschutzmittel auf öffentlichen Grünflächen, bepflanzen diese bienenfreundlich oder laden die Bevölkerung ein, auch ihre Hausgärten in kleine Oasen für Insekten zu verwandeln. Allein die ersten zwölf Gemeinden haben innerhalb der ersten zwei Jahre – neben zahlreichen Aktionen - 10.000 m² Bienenweide und über 13 Hektar Wiesen auf extensive Nutzung umgestellt. Noch vor der feierlichen Auszeichnung, wurde an diesem Abend zu einem beeindruckenden Wildbienen-Rundgang durch den Ökopark sowie einer Vorstellung der weltweit bedeutenden Wildbienen-Sammlung mit den Experten Mag. Fritz Gusenleitner, Dr. Martin Schwarz sowie Univ.-Doz. DI Dr. Martin Pfosser geladen.

„Ich möchte allen Mitwirkenden in den Gemeinden, insbesondere den Bienenbeauftragten, recht herzlich für ihr bienenfreundliches Engagement danken. Es freut mich sehr, dass wir diese vorbildliche Arbeit in diesem gebührenden Rahmen im Biologie-Zentrum auszeichnen dürfen und das Interesse am Programm größer ist denn je: Alleine für heuer haben sich 20 weitere Gemeinden für eine Teilnahme angemeldet,“ sagt Gerlinde Larndorfer-Armbruster vom Bodenbündnis OÖ.

Landesrat Rudi Anschober: „Unsere „Bienenfreundlichen Gemeinden“ sind Vorbilder im Einsatz für mehr Vielfalt. Sie zeigen, dass es auch ohne Umweltgifte geht – und sie übernehmen Verantwortung: Das ist ein wichtiger Schritt in Richtung Nachhaltigkeit und Erhalt unserer Lebensgrundlagen auch für die nächsten Generationen. Denn Böden und Bienen bedeuten Leben! Es geht also nicht um die Biene alleine, sondern um Insekten, Schmetterlinge, Singvögel.“

Infos zu den bienenfreundlichen Projektmaßnahmen im Naturpark Obst-Hügel-Land findet man hier.


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