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EFERDING.  Florian Plakolb stammt aus Walding, ist Chemie-Student und hat ein summendes Hobby. Der 25-jährige und seine Bienen haben sich mitten in Eferding eingenistet.

Florian Plakolb zeigt seine Eferdinger Stadtbienen Foto: LHackl
  1 / 2   Florian Plakolb zeigt seine Eferdinger Stadtbienen Foto: LHackl

Der Garten seiner Schwiegereltern dient Plakolb als idealer Standplatz für die Bienen. Seit 2018, also drei Sommer lang kümmert sich der gebürtige Waldinger um seine fliegenden Tiere. Eine verpflichtende Einschulung gibt es nicht, die meisten Jungimker absolvieren einen zweitägigen Kurs. „Ich finde, man sollte gerade am Anfang besser geschult werden, weil die Materie zu umfangreich ist, um sie in so kurzer Zeit zu lernen“, meint Plakolb. „Wenn man schlecht imkert, wirkt sich das ja nicht nur auf die eigenen, sondern auch auf fremde Bienenstöcke aus.“ Er plädiert für einen „Imkerführerschein“ und verpflichtende Lehrinhalte.

Feind des Imkers

Die Varroamilbe, Feind von Imkern und ihren Tieren breitet sich durch schlechtes Management noch schneller in den Bienenstöcken aus. Plakolb bekämpft die Parasiten durch komplette Brutentnahme. „Dadurch kann ich etwa 90 Prozent der Varroamilben Mitte Juli bekämpfen. Anschließend bleibt noch genug Zeit, sich auf den Winter zu vorzubereiten“, meint er. Aktuell besucht der Student einmal die Woche seine Eferdinger Völker, überprüft, ob sie versuchen zu schwärmen und füttert die Jungvölker. die er in diesem Jahr gebildet hat.

Erlebnis vor Wirtschaft

„Das beste am Imkern ist, das man nie auslernt“, meint Plakolb. Es gibt immer neue Herausforderungen. Auch die bewusste Wahrnehmung der Natur sei bei ihm gefördert worden, seit er Imker sei. Der regnerische Mai sei ungünstig gewesen, die Bienen hätten oft nicht ausfliegen können und dadurch nur wenig Honig produziert. Aktuell sei es wichtig, ein gesundes, robustes Volk für den Winter zu haben: „Ich esse gar nicht so viel Honig“ verrät Plakolb, „Aber es ist schon ein anderes Gefühl seinen eigenes Produkt am Brot zu frühstücken“.

Stadtbienen

Wirkt sich die Stadtumgebung auf die Bienen aus? Nein, meint Plakolb, dafür sei Eferding zu klein. Die umliegenden Gemüsefelder würden für die Bienen nicht viel Nahrung bereitstellen, deswegen seien sie viel in den Privatgärten unterwegs und erfreuen sich an blühenden Lindenbäumen. „Nach der Sommersonnenwende beginnt die Vorbereitung für den Winter, erzählt er. In der Stadt selbst habe er nur gute Erfahrungen gemacht: „Als Imker wirst du immer sehr wohlwollend aufgenommen“, meint der Jungimker mit Augenzwinkern.


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