Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

HARTKIRCHEN. Der breiteren Öffentlichkeit wurde Fabian Schwan erstmals als 20-jähriger Zivildiener bekannt, der das Finale der deutschen Castingshow „Popstars“ erreicht. Inzwischen macht der 28-jährige Hartkirchner mit der Band „Schwanara“ von sich reden. Tips hat mit ihm über seine Vergangenheit, die Band und Dialekt in der Musik gesprochen. 

Fabian Schwan ist regelmäßig bei seiner Familie in Hartkirchen.
  1 / 2   Fabian Schwan ist regelmäßig bei seiner Familie in Hartkirchen.

Tips:Welche Erinnerung hast du an die Zeit vor und nach Postars?

Schwan: Ich durfte damals als erste Person außerordentlich meinen Zivildienst unterbrechen, um an der Castingshow teilzunehmen. Nachdem ich im Finale ausschied, ging ich nach Wien und habe an der Wirtschaftsuniversität Betriebswirtschaft studiert. Eine Weile lang bin ich viel gereist, habe in den USA und auf Bali gelebt. Irgendwann wurde mir bewusst, dass ich nirgends zuhause bin. Erst vor kurzem habe ich meinen Platz in Österreich gefunden.

Tips:Worum geht es beim neuen Bandprojekt Schwanara und wie habt ihr euch zusammengefunden?

Schwan: Mein Bandkollege Tommy und ich haben uns in Wien beim Fortgehen kennengelernt und die Band Ende 2017 gegründet. Im Laufe der Zeit kamen noch Mani am Bass und Johnny am Schlagzeug dazu. Wir machen Musik im Dialekt und betrachten die Welt mit viel Humor. Dabei nehmen wir kein Blatt vor den Mund.

Tips:Woher kommt der Boom um Musik im österreichischen Dialekt?

Schwan: „Ich glaube, dass Seiler und Speer mit „Ham kummst“ 2015 das Eis für österreichische Musik im Dialekt gebrochen haben. Seitdem wird es einfacher für Bands auf österreichisch zu singen und dennoch Radiospielzeit zu bekommen. Für uns ist Dialekt einfach eine Möglichkeit, uns spielerischer auszudrücken. Wir verstehen uns als Band mit Bildungsauftrag und versuchen unseren Fans die Vielfältigkeit der österreichischen Sprache näher zu bringen. Dialekt ist so wichtig, weil er uns mehr Möglichkeiten eröffnet kreativ zu sein, so wie bei unserem Bandnamen.

Tips:Apropos: Woher stammt der Bandname „Schwanara“?

Schwan: Ich war mit einer oberösterreichischen Freundin einen Kaffee trinken, und sie sagte „Du schwanerst mich an“ (Anm. Schwanern bedeutet flunkern). Das habe ich Tommy als Bandnamen vorgeschlagen, weil es noch nichts in die Richtung gab, nicht mal einen italienischen Fluss (lacht). Ein Schwanara macht immer einen Schmee, er nimmt sich und alle anderen nicht zu ernst und das passt gut zu uns und der Band.

Tips: Die vier Bandmitglieder stammen aus dem Burgenland, Niederösterreich, Wien und du kommst aus Hartkirchen. Versteht ihr denn euren Dialekt untereinander?

Schwan: Wir verstehen uns super, wenn Tommy und ich gemeinsam Texte schreiben, muss er ein bisschen die „Dialektpolizei“ spielen, die aufpasst, ob ich nicht zu viele rein oberösterreichische Begriffe verwende. So leistet jeder von uns seinen Beitrag für die Band.

Tips:Wer sind eure musikalischen Vorbilder?

Schwan: Für mich war da schon immer Coldplay vorne mit dabei, ansonsten auch oberösterreichische Bands wie folkshilfe und Krautschädl. Mein größter Traum wäre es mit Reinhard Fendrich auf der Bühne zu stehen.

Tips:Wie habt ihr die vergangenen Monate während der Corona-Situation als Band und Künstler wahrgenommen?

Schwan: Als Band sind wir sehr motiviert, haben, so bald es wieder möglich war, geprobt und bereiten uns derzeit auf die nächsten Singleauskopplungen vor. Als Künstler am Anfang unserer Karriere war es schwierig, weil das Live-Geschäfts für junge Bands sehr wichtig ist. Wir hätten dieses Jahr am Frequency-Festival in St. Pölten gespielt. Uns hat es aber nicht ganz so hart getroffen, weil wir alle noch Vollzeit arbeiten und die Band nebenbei betreiben. Aber persönlich ist dieser Stillstand zermürbend.

Tips: Kannst du etwas zu eurer neuen Single „Geh ma ned am Orsch“ erzählen?

Schwan: Der Song ist ein richtiger Sommerhit und er passt immer perfekt, wenn einem jemand oder etwas auf die Nerven geht. Extra zum Video haben wir eine Kunstfigur kreiert, die auch eine Rolle im Musikvideo spielt.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden


Weitere Beiträge

Wander-Performance und Baumpflanzung in Eferding

Wander-Performance und Baumpflanzung in Eferding

EFERDING. Eine Wander-Performance und eine gemeinsame Baumpflanzung stehen am Sonntag, 8. November 2026, in Eferding auf dem Programm. Unter ...

Tips - total regionalPichler Elisa
Vortrag über gesunde Lebensmittel in Aschach

Vortrag über gesunde Lebensmittel in Aschach

ASCHACH AN DER DONAU. Wie sich eine bewusste Ernährung mit wertvollen Lebensmitteln positiv auf die Gesundheit auswirken kann, steht am Dienstag, ...

Tips - total regionalPichler Elisa
Rotes Kreuz Eferding sucht neue Rettungssanitäter

Rotes Kreuz Eferding sucht neue Rettungssanitäter

EFERDING. Das Rote Kreuz Eferding bietet ab Freitag, 15. Jänner 2027 wieder eine berufsbegleitende Ausbildung zum Rettungssanitäter an. Der ...

Tips - total regionalPichler Elisa
18.500 Euro für letzte Herzenswünsche in Eferding

18.500 Euro für letzte Herzenswünsche in Eferding

EFERDING. Der Verein Rollende Engel erfüllt schwer erkrankten Menschen kostenlos letzte Herzenswünsche. Unterstützung erhält er nun vom Rotary ...

Tips - total regionalPichler Elisa
Mittelschule Alkoven stellt neuen Schwerpunkt vor

Mittelschule Alkoven stellt neuen Schwerpunkt vor

ALKOVEN. Einblicke in den Unterricht und das Schulleben bietet die Mittelschule Alkoven am Donnerstag, 19. November 2026, von 17 bis 19 Uhr. ...

Tips - total regionalPichler Elisa
Aschacher Ehepaar hilft seit fast 25 Jahren Kindern in Benin

Aschacher Ehepaar hilft seit fast 25 Jahren Kindern in Benin

ASCHACH. Seit fast 25 Jahren setzen sich Josef und Brigitte Elsener aus Aschach für Schulkinder und Waisen in Benin ein. Was im Februar 2002 ...

Tips - total regionalHelmuth Wimmer
Weitere Beiträge