Was wurde aus Fabian Schwan?

Hits: 163
Lisa Hackl Lisa Hackl, Tips Redaktion, 06.08.2020 17:45 Uhr

HARTKIRCHEN. Der breiteren Öffentlichkeit wurde Fabian Schwan erstmals als 20-jähriger Zivildiener bekannt, der das Finale der deutschen Castingshow „Popstars“ erreicht. Inzwischen macht der 28-jährige Hartkirchner mit der Band „Schwanara“ von sich reden. Tips hat mit ihm über seine Vergangenheit, die Band und Dialekt in der Musik gesprochen. 

Tips: Welche Erinnerung hast du an die Zeit vor und nach Postars?

Schwan: Ich durfte damals als erste Person außerordentlich meinen Zivildienst unterbrechen, um an der Castingshow teilzunehmen. Nachdem ich im Finale ausschied, ging ich nach Wien und habe an der Wirtschaftsuniversität Betriebswirtschaft studiert. Eine Weile lang bin ich viel gereist, habe in den USA und auf Bali gelebt. Irgendwann wurde mir bewusst, dass ich nirgends zuhause bin. Erst vor kurzem habe ich meinen Platz in Österreich gefunden.

Tips: Worum geht es beim neuen Bandprojekt Schwanara und wie habt ihr euch zusammengefunden?

Schwan: Mein Bandkollege Tommy und ich haben uns in Wien beim Fortgehen kennengelernt und die Band Ende 2017 gegründet. Im Laufe der Zeit kamen noch Mani am Bass und Johnny am Schlagzeug dazu. Wir machen Musik im Dialekt und betrachten die Welt mit viel Humor. Dabei nehmen wir kein Blatt vor den Mund.

Tips: Woher kommt der Boom um Musik im österreichischen Dialekt?

Schwan: „Ich glaube, dass Seiler und Speer mit “Ham kummst„ 2015 das Eis für österreichische Musik im Dialekt gebrochen haben. Seitdem wird es einfacher für Bands auf österreichisch zu singen und dennoch Radiospielzeit zu bekommen. Für uns ist Dialekt einfach eine Möglichkeit, uns spielerischer auszudrücken. Wir verstehen uns als Band mit Bildungsauftrag und versuchen unseren Fans die Vielfältigkeit der österreichischen Sprache näher zu bringen. Dialekt ist so wichtig, weil er uns mehr Möglichkeiten eröffnet kreativ zu sein, so wie bei unserem Bandnamen.

Tips: Apropos: Woher stammt der Bandname “Schwanara„?

Schwan: Ich war mit einer oberösterreichischen Freundin einen Kaffee trinken, und sie sagte “Du schwanerst mich an„ (Anm. Schwanern bedeutet flunkern). Das habe ich Tommy als Bandnamen vorgeschlagen, weil es noch nichts in die Richtung gab, nicht mal einen italienischen Fluss (lacht). Ein Schwanara macht immer einen Schmee, er nimmt sich und alle anderen nicht zu ernst und das passt gut zu uns und der Band.

Tips: Die vier Bandmitglieder stammen aus dem Burgenland, Niederösterreich, Wien und du kommst aus Hartkirchen. Versteht ihr denn euren Dialekt untereinander?

Schwan: Wir verstehen uns super, wenn Tommy und ich gemeinsam Texte schreiben, muss er ein bisschen die “Dialektpolizei„ spielen, die aufpasst, ob ich nicht zu viele rein oberösterreichische Begriffe verwende. So leistet jeder von uns seinen Beitrag für die Band.

Tips: Wer sind eure musikalischen Vorbilder?

Schwan: Für mich war da schon immer Coldplay vorne mit dabei, ansonsten auch oberösterreichische Bands wie folkshilfe und Krautschädl. Mein größter Traum wäre es mit Reinhard Fendrich auf der Bühne zu stehen.

Tips: Wie habt ihr die vergangenen Monate während der Corona-Situation als Band und Künstler wahrgenommen?

Schwan: Als Band sind wir sehr motiviert, haben, so bald es wieder möglich war, geprobt und bereiten uns derzeit auf die nächsten Singleauskopplungen vor. Als Künstler am Anfang unserer Karriere war es schwierig, weil das Live-Geschäfts für junge Bands sehr wichtig ist. Wir hätten dieses Jahr am Frequency-Festival in St. Pölten gespielt. Uns hat es aber nicht ganz so hart getroffen, weil wir alle noch Vollzeit arbeiten und die Band nebenbei betreiben. Aber persönlich ist dieser Stillstand zermürbend.

Tips: Kannst du etwas zu eurer neuen Single “Geh ma ned am Orsch„ erzählen?

Schwan: Der Song ist ein richtiger Sommerhit und er passt immer perfekt, wenn einem jemand oder etwas auf die Nerven geht. Extra zum Video haben wir eine Kunstfigur kreiert, die auch eine Rolle im Musikvideo spielt.

 

Artikel weiterempfehlen:

Kommentar verfassen



25 Jahre Dachverband des Naturparks Österreich

SCHARTEN/ ST. MARIENKIRCHEN. Zum 25. Jubiläum des Dachverbandes der österreichischen Naturparks besuchten Landeshauptmann-Stellvertreter Manfred Haimbuchner und Naturparkvertreter die Gemeinde ...

Zukunftssymposium: Unternehmer erzählen ihre Geschichte

EFERDING. Das Zukunftssymposium findet am 9. Oktober im Kulturzentrum Bräuhaus statt. Sieben ungewöhnliche Unternehmer erzählen in zwölf Minuten ihre Erfolgsgeschichten.

Karim El-Gawhary im Garten der Geheimnisse

STROHEIM. Die Organisation Childrenplanet präsentiert eine Lesung von Karim El-Gawharys neuem Buch „Repression und Rebellion“ am Donnerstag, 24. September im Garten der Geheimnisse in Stroheim.  ...

Corona-positiver Schüler am Gymnasium Dachsberg

PRAMBACHKIRCHEN. Am Gymnasium Dachsberg wurde ein Schüler positiv auf das Corona-Virus getestet. Mit der Situation der Schulbusse hat das jedoch nichts zu tun, meint Direktor Pater Ferdinand Karer. ...

Etwas Lebensfreude tanken und ab Oktober in Tanzkursen starten

WELS/PEUERBACH. Ab Montag,28. September, lädt Hippmann wieder zu beschwingten Abenden in die Tanzschule in Wels und ab Dienstag, 13. Oktober, ins Melodium Peuerbach.

Überfüllte Busse, lange Wege: Ärger über unzumutbare Zustände bei Schülertransport

PRAMBACHKIRCHEN. Überfüllte Busse, lange Wege - die Zustände beim Schülertransport vom und zum Gymnasium Dachsberg verärgern Schüler, Eltern und Direktor gleichermaßen. ...

Am Eferdinger Stadtplatz vom Tips-Glücksengerl überrascht

EFERDING. Das Tips-Glücksengerl war am Eferdinger Stadtplatz unterwegs, um Gutscheine der Fussl-Modestraße im Wert von 300 Euro an Tips-Leser zu verteilen.  

Neuer Firmenstandort für Held und Francke

HINZENBACH. Die Baugesellschaft Held und Francke errichtet einen neuen Standort in Hinzenbach. Im Gebäude sollen Büros für die Mitarbeiter und Schulungsräume Platz haben. Zusätzlich ...