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EFERDING/ GRIESKIRCHEN. Etwas mehr als drei Prozent der Oberösterreicher haben bisher eine von zwei Teilimpfungen gegen das Corona-Virus erhalten. Sabine Petrovitsch aus Eferding ist Krankenschwester im Klinikum Grieskirchen und hat ihre erste Impfdosis bereits erhalten. Tips hat mir ihr gesprochen.

Sabine Petrovitsch (3.v.r.) gemeinsam mit ihren Kollegen aus dem Klinikum Wels/Grieskirchen. Foto: Klinikum Grieskirchen

Tips: Wann wurden Sie geimpft?

Petrovitsch: Am 21. Jänner erhielt ich meine erste Impfdosis. Die Anmeldung lief über das Qualitätsmanagement im Krankenhaus. Personal, das in engem Kontakt mit Patienten steht, die an Corona erkrankt sind, wurde dabei vorgereiht. Ich wurde mit dem Impfstoff der deutschen Firma Biontech geimpft.

Tips: Müssen sich die Mitarbeiter im Krankenhaus impfen lassen?

Petrovitsch: Nein, die Impfung ist freiwillig, die meisten meiner Kollegen haben sich wie ich impfen lassen. Viele Kollegen waren bereits an Corona erkrankt, danach haben sie Schutz für sechs Monate, sie wurden daher noch nicht geimpft.

Tips: Können Sie die Impfung weiterempfehlen?

Petrovitsch: Ja, wenn wir halbwegs unsere Normalität wie vor der Corona-Pandemie zurückhaben wollen, wird dies nur über Testungen und die Impfungen funktionieren. Ich gehe davon aus, dass wir gerade eine Verknappung der Impfstoffe erleben, die sich aber einpendeln wird. Danach können sich mehr Menschen impfen lassen.

Tips: Wie war der Moment der Impfung?

Petrovitsch: Für mich persönlich war es eine Erleichterung, im Alltag merkt man jedoch noch nicht viel davon. Wir werden weiterhin einmal pro Woche im Krankenhaus getestet, auch die Maskenpflicht bleibt bestehen. Trotz Impfung wissen wir ja nicht, ob wir immer noch andere Menschen anstecken können. Das wird auch nach der zweiten Teilimpfung noch so bleiben.

Tips: Waren Sie skeptisch vor der Impfung?

Petrovitsch: Nein, wir haben uns eher alle gefreut, dass wir zum Impfen drankommen. Es nimmt uns die Angst, uns oder die Patienten anzustecken. Wir hatten einige Fälle von Patienten im Krankenhaus, die nicht von ihrer Corona-Infektion wussten oder sie verschwiegen haben.

Tips: Wie lief die Impfung ab?

Petrovitsch: An zwei Tagen wurde das Krankenhaus-Personal vor Ort durchgeimpft. Wir bekamen ein Zeitfenster für die Impfstraße zugeteilt und mussten einen Fragebogen über unseren Gesundheitszustand abgeben. Die Impfung setzt einer der Ärzte oder die Betriebsärztin. Danach mussten wir 20 Minuten warten, um sicherzugehen, dass es keine allergischen Reaktionen gab, bevor wir wieder zurück an die Arbeit geben konnten.

Tips: Halten Sie die Impfstrategie in Österreich für sinnvoll?

Petrovitsch: Ja, ich finde es sinnvoll, dass die Personen zuerst drankommen, die in die Risikogruppe fallen oder eng mit dieser zu tun haben. Eine Herausforderung wird es sein, die Menschen außerhalb des Gesundheits- und Pflegebereichs zu impfen. Da braucht es enge Zusammenarbeit mit der Gesundheitskasse und den Hausärzten.

Tips: Hatten Sie Nachwirkungen nach der Impfung?

Petrovitsch: Ja, ich hatte einen Tag lang Fieber über 39 Grad Celsius, das musste ich auch dem Qualitätsmanagement im Krankenhaus melden. Von meinen Kolleginnen gab es außer einem schmerzenden Arm nach der Impfung aber keine Nebenwirkungen. Einige Personen im Krankenhaus haben bereits die zweite Impfung erhalten, da waren mehrere dabei, die mit Abgeschlagenheit und Fieber reagierten. Für mich ist das aber kein Grund, mich nicht impfen zu lassen.

Tips: Wie stehen Sie generell zum Thema Impfungen?

Petrovitsch: Als Krankenschwester weiß ich, wie gewisse Krankheiten wirken und sehe wie die Erkrankten darunter leiden. Ich habe mich deshalb immer gern impfen lassen. Auch als ich nach Afrika gereist bin, war es selbstverständlich, mich vorher gegen Tollwut und Gelbfieber impfen zu lassen.

Tips: Haben Sie eine Empfehlung für Ihre Mitmenschen in Oberösterreich?

Petrovitsch: Leute, geht impfen, sobald ihr dran seid.

Corona-Impfungen

Derzeit werden, beginnend mit dem Gesundheits- und Pflegebereich, die ersten Menschen in Österreich gegen Covid-19 geimpft. Zwei Teilimpfungen sind dabei für vollständigen Schutz nötig. Der dabei verwendete Impfstoff stammt vom deutschen Unternehmen Biontech, in der Zusammenarbeit mit dem Pharmakonzern Pfizer.


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