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EFERDING. Als „Fräulein Nora“ macht sich Nora Pointinger mit einem Second-Hand-Shop in der Eferdinger Innenstadt selbstständig. Tips hat die 31-jährige Jungunternehmerin zum Gespräch getroffen.

Nora Pointinger macht sich mit einem Second-Hand-Shop in Eferding selbstständig. Fotos: LHackl
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Tips: Wie kam es zu der Idee, einen Second-Hand-Shop zu gründen?

Pointinger: Ich bin selbst gebürtige Eferdingerin und hatte schon seit einer Weile das Gefühl, dass so ein Geschäft in Eferding fehlt. Ich beschäftige mich seit Jahren mit Nachhaltigkeit und kaufe den Großteil meiner Kleidung Second-Hand.

Tips: Welche Kleidung nehmen Sie für den Shop an?

Pointinger: Wichtig ist, dass die Kleidung keine Löcher und Flecken hat und gut erhalten ist. Ich versuche auch, keine Fast-Fashion-Teile anzunehmen, sondern möchte lieber Einzelstücke verkaufen. Gerne gesehen sind Herren- und Damenoberbekleidung und kleine Dekostücke. Ich nehme aber auch Taschen, Sonnenbrillen, Schmuck und Schuhe.

Tips: Wie funktioniert das Geschäftsmodell?

Pointinger: Ich arbeite auf Kommissionsbasis. Kunden bringen mir ihre Kleidungsstücke, ich verkaufe sie weiter und nach vier Monaten können sie entweder wieder abgeholt werden oder ich spende sie weiter.

Tips: Was gefällt Ihnen selbst an Second-Hand-Kleidung?

Pointinger: Ich mag, dass sie individueller ist. Man muss sich keinen Modetrends anpassen, sondern kann seinen eigenen Charakter durch seine Kleidung ausdrücken. Auch der Umweltaspekt spielt für mich eine große Rolle. Ich mag es, Stile aus den 60er- und 90er-Jahren miteinander kombinieren zu können. Es wird so viel gebrauchte Kleidung gespendet. Ich finde, es ist genug für alle da.

Tips: Welche Herausforderungen gab es bei der Geschäftsgründung in der Corona-Zeit?

Pointinger: Eigentlich gar nicht so viele. Viele der Möbel im Geschäft haben ich und mein Partner selbst gebaut, andere haben wir gebraucht gekauft. Im November habe ich begonnen zu planen, es ging sehr schnell bis zur Eröffnung. Mein Partner unterstützt mich sehr. In Zukunft wird es auch eine Herausforderung sein, Spenden abzulehnen, wenn sie nicht ins Geschäft passen.

Tips: Warum liegt Nachhaltigkeit derzeit so im Trend?

Pointinger: Ich denke, es gibt eine Tendenz dazu, dass Menschen bewusster leben und sich mehr Gedanken über die Herkunft ihrer Artikel machen. Gebrauchte Kleidung zu tragen, wird immer hipper.

Tips: Worauf freuen Sie sich am meisten?

Pointinger: Auf die tollen Stücke, die mir ins Geschäft gebracht werden und darauf, dass ich diese an Mann und Frau bringen darf.

Fräulein Nora

Nora Pointinger eröffnet am Mittwoch, 17. Februar, ab 9 Uhr ihr Geschäft „Fräulein Nora“ in der Schlossergasse 4, Eferding


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