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FRAHAM. . Wolfgang Berger und seine Familie sehen im Moment die Arbeit eines ganzen Jahres bedroht. Der späte Frost bedroht ihre Marillenernte.

  1 / 3   Schnee auf Marillenblüten: Was schön aussieht, kann eine ganze Ernte bedrohen. Fotos: Privat/ LHackl

Einige schlaflose Nächte haben Wolfgang Berger und sein Sohn Clemens derzeit hinter sich. In Nachtschichten überprüfen die beiden Landwirte die Wetterstationen auf ihren beiden Marillenfeldern in Fraham und Scharten. Fällt die Temperatur in der Nacht unter minus 2,5 Grad, heißt es ausrücken. Mit speziellen Propangasöfen beheizen sie dann die Marillenfelder, um die Blüten zu schützen. Wenn diese aufgrund der Außentemperaturen gefrieren, ist ein Großteil der Ernte verloren. Die Öfen sind mit vier Propangasflaschen ausgestattet, sie verströmen warme Luft in einem Umkreis von 20 bis 40 Metern. Dieses Jahr sind die Bergers bislang glücklich davongekommen. Zwei Nächte mussten beheizt werden. Im Vorjahr sah die Sache anders aus: Die frühlingshaften Temperaturen im Februar brachten die Bäume zu einer früheren Blüte, als es dann im März wieder kalt wurde, versuchte Familie Berger die Situation mit den damals neuen Heizöfen zu kontrollieren. „6.000 Euro an Propangas haben wir über eine Woche hinweg verheizt, dann kam noch eine kalte Nacht, in der der Großteil der Blüten abgefroren ist“, erzählt Wolfgang Berger. Die Ernte fiel 2020 Jahr dementsprechend gering aus. Auf ihrer Website wolfsobstfarm.at informiert Familie Berger über die wichtigsten Vorgänge in der Landwirtschaft.

Mit viel Aufwand verbunden

Für dieses Jahr ist Berger optimistischer. So viel Beheizung wie im Vorjahr wird dieses Jahr nicht nötig sein. Familie Berger gehört zu zwei Familien im Eferdinger Becken, die ihre Obstbäume mit Öfen warum halten. Früher wurde dies mithilfe großer Paraffinkerzen erledigt, eine davon sorgte für Wärme in einem Umkreis von fünf Metern. Diese Methode ist wie auch die Beheizung sehr kostspielig und mit mehr Aufwand verbunden. Die Beheizung ist auch vom Wind abhängig, wenn zu viel Luftbewegung herrscht, wird die warme Luft verweht. Eine weitere Methode zur Blütenkonservation mit Beregnung funktioniert aufgrund der Hanglage für Berger nicht. Wenn zu lange beregnet werden muss, drohen die Bäume zudem aufgrund der großen Eislast umzubrechen.

Andere Ernte nicht bedroht

Keine Sorgen macht sich Berger hingegen um seine Erdbeeren, die derzeit noch unter Vlies liegen. Sie sind in der Blüte noch nicht weit fortgeschritten. Auch der Spargel im Eferdinger Becken ist derzeit noch nicht bedroht, wie Josef Berner vom Biohof Berner aus Pupping erklärt. Leichte Frostschäden sind zwar möglich, aber nicht bedrohlich. „Dafür bin ich ja Bauer“, meint Berner.


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