Anrainer setzt sich 18 Jahre lang erfolglos für Parkplatzgestaltung ein
EFERDING. Ein Parkplatz im Eferdinger Norden beschäftigt einen seiner Anwohner. Dieser spricht von Eferdings „zweitem Schandfleck“ neben dem Stadtsaalareal.

Der Parkplatz in der Köglerstraße beschäftigt Anrainer Karl Limberger seit dem Jahr 2003. Damals sei ihm vom Vizebürgermeister versprochen worden, dass zum Grund in der Umdaschstraße 1 eine Einzäunung entstehen sollte. In diesem Zusammenhang sollte der Parkplatz ebenfalls befestigt werden. Schon damals wäre eine Neugestaltung geplant gewesen, geändert hat sich an den Zuständen seither wenig. Nach wie vor ist der Parkplatz unbefestigt, die einzige Straßenlaterne, die dem Areal Licht spendet, ist größtenteils zugewachsen. „Frauen aus der Nachbarschaft trauen sich oft nicht, nachts ihr Auto hier zu parken“, so Limberger. Zudem werde das Areal von vielen Menschen zum Abstellen abgemeldeter Autos und zur Lagerung von alten Geräten genutzt, so der Anrainer, der die Vorfälle über Jahre dokumentiert hat. Limberger spricht von einem zweiten Schandfleck und verweist auf das Areal des ehemaligen Stadtsaales, auf dem jahrelang Stillstand herrschte. In einer Sitzung des Tiefbau-, Straßenbau-, Wasserbau-, Verkehrs- und Energieausschusses der Stadtgemeinde Eferding aus dem Jahr 2017, dessen Protokoll Tips vorliegt, sei bereits damals geplant worden, eine neue Straßenlaterne bei der Einfahrt zum Parkplatz Eferding Nord zu installieren. Umgesetzt wurde dies bis heute nicht.
Mehrmalige Schreiben
Mehrmals in den letzten 18 Jahren wandte sich Limberger an die Stadtgemeinde, um Erkundigungen über die Situation einzuholen. Auch die Verkehrssituation in der Kögler- und der Umdaschstraße beschäftigt ihn. 2013 sammelte er etwa 40 Unterschriften von Anrainern aus der Umgebung, die sich für die Verbesserung des Parkplatzes, angemessene Parkflächen in den Wohnstraßen und gegen Tempoüberschreitungen und Durchzugsverkehr einsetzten. Sein Anliegen wird seit 18 Jahren ignoriert, bei Besprechungen mit Politikern höre er nur, dass man nichts machen könne.
Sanierung geplant
Dem widersprecht Verkehrsstadtrat Peter Schenk (SPÖ). Eine Neugestaltung des Areals sei in Planung, Schenk will noch dieses Jahr damit beginnen. Geplant sind eine Asphaltierung sowie die Installation einer Lichtanlage. In den Wohnstraßen der Umgebung seien Parkplätze knapp, eine Revitalisierung des Parkplatzes sei daher dringend nötig. Schenk hofft auf einen Gemeinderatsbeschluss bis zum Herbst.


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