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EFERDING. In einem offenen Brief wandte sich Apothekenbetreiber Alexander Rizy an Gesundheitsminister Johannes Rauch, er kritisiert die fehlende Information von Apothekenbetreibern mit der neuen Corona-Teststrategie. 

Corona-Tests werden in Zukunft für die Bevölkerung limitiert. (Foto: oberoesterreichische nachrichten/volker weihbold)

„Die Verordnung ist weniger als 24 Stunden vor Umsetzung in den Apotheken eingetroffen“, erklärt Alexander Rizy. Er habe seine Mitarbeiter nach Dienstschluss noch zu den neuen Auflagen schulen müssen, trotzdem gab mit Beginn der Umsetzung am Freitag, 1. April noch einige Fragen. Rizy fürchtet ein einfaches Umgehen der neuen Regelung, durch unsachgemäße Beantwortung der Informationen der Kunden. Diese müssen auf einem Formular bestätigen, dass sie nur fünf Tests im Monat absolvieren, wenn sie nicht in eine der Ausnahmeregelungen fallen. Zu diesen gehören Besucher, Bewohner und Mitarbeiter in Alten- und Pflegeheimen, Tagesstrukturen und Behinderteneinrichtungen sowie Kranken- und Kuranstalten. Kinder und Mitarbeiter elementarpädagogischen Bildungseinrichtungen, Rettungsdienste und Mitarbeiter der Flüchtlingsbetreuung und Wohnungslosenhilfe dürfen ebenfalls mehr Tests anfordern. „Es wird schwierig, genau zu kontrollieren, wer aus welchen Gründen mehr Test beanspruchen darf“, fürchtet Rizy, der auch die Frage aufwirft, warum in Apotheken nicht die Möglichkeit zu Gurgeltests besteht. Ein Kontingent an Gratis-Antigentests ist zwar vorgesehen, laut Rizy ist eine Lieferung dieser aber nicht vor dem 9. oder 11. April möglich. In der Zwischenzeit bietet die Apotheke Heim-Antigen-Tests zum Kauf von 14,90 für fünf Stück an.

Verwirrung der Bevölkerung

Auch die Apothekerkammer hätte ihr Möglichstes getan, um die Unternehmen zu informieren, erklärt Rizy, die Verwirrung in der Bevölkerung sei dennoch sehr groß. Besonders für ältere Personen, die keine Smartphones besitzen, sind die unbürokratischen Tests in der Apotheke eine gute Lösung, meint der Unternehmer. Er hätte eine Aufschiebung des Starts der neuen Teststrategie auf den 1. Mai als sinnvoll erachtet, da bis jetzt alle Verordnungen nach Ankündigung mindestens drei Wochen gebraucht hätten, bis sie einwandfrei funktionieren.

Nur bis 30. Juni gültig

„Auch die aktuelle Verordnung gilt nur bis 30. Juni“, erklärt Rizy, was danach passiert, sie noch allen unklar. In seinem Brief an das Gesundheitsministerium gibt der Apotheker den Tipp, zuerst zu planen und dann zu kommunizieren und für alle neun Bundesländer gleiche, feste Regelungen einzuführen. Er befürchtet zudem, dass durch die vielen Ausnahmen keine wesentliche Einsparung getroffen werden kann.

Schließung des Drive-Inn

Der Test- Drive-Inn des Unternehmens WEMS am Eferdinger Lokalbahnhof hat mit 31. März seinen Dienst eingestellt, Testungen durch das Rote Kreuz sind nur noch nach Terminzuweisung durch die Bezirkshauptmannschaft möglich, bestätigt Eferdings Bezirksgeschäftsleiter des Roten Kreuzes, Philipp Wiatschka. Ohne Termin sind keine Testungen möglich, erklärt Wiatschka.

Information der Apothekerkammer

Aufgrund der Vorgaben des Bundes muss sich jeder Oberösterreicher am Anfang eines Monats entscheiden, ob er fünf Gurgeltests über oögurgelt in den Spar-Märkten bezieht, oder diese Tests in einer Apotheke durchführen lässt. Vor jedem PCR-Test muss der Kunde in der Apotheke eine Erklärung unterschreiben und bestätigen, dass er sich im jeweiligen Monat für das Testsystem „Apotheke“ entschieden hat. Die PCR-Tests können im Laufe eines Monats in unterschiedlichen Apotheken in Anspruch genommen werden. Die Anmeldung erfolgt über OÖTestet oder in der Apotheke. Personen, die Corona-Symptome zeigen, dürfen nicht in Apotheken getestet werden, sie müssen auf einen Testtermin durch die Bezirkshauptmannschaft warten, genauere Information bietet die kostenlose Telefonnummer 1450.

Dieser Artikel wird laufend aktualisiert (Stand Freitag, 1. April, 13.00 Uhr)


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