Leserbrief zum Thema Energiekostenbonus: Vergesst die „Alten“ nicht
Leserbrief von Karl Hemmelmayr, Obmann Seniorenbund Eferding

Seit vergangener Woche kann jeder in Oberösterreich Wohnhafte den Wohn- und Energiekostenbonus beantragen. Diese Aktion ist sicher eine gute und willkommene Unterstützung für viele Landsleute. Was mich aber an der Abwicklung stört, ist die ausschließliche Beantragung per Internet. Besonders unter den Pensionisten gibt es sehr viele, denen die Möglichkeit oder die Fähigkeit zur Online-Beantragung fehlt. Nicht jeder hat zu Hause einen PC mit Internetzugang und mit dem Smartphone ist auch nicht gerade eine seniorenfreundliche Erfassung gegeben. Viele Senioren werden hier als Bürger zweiter Klasse behandelt. Es werden viele freiwillig auf diesen Bonus verzichten. Immer mehr Behörden- und Bankwege werden auf Online-Abwicklung umgestellt. Grundsätzlich ist dies eine positive Entwicklung und bringt sowohl für den Bürger als auch für den Dienstleister eine rasche und einfachere Abwicklung. Es sollte aber für jedes Anliegen die Möglichkeit einer persönlichen Abwicklung ohne zusätzliche Kosten erhalten bleiben. Bei unseren Aktivitäten vom Seniorenbund bemühen wir uns zwar um eine Erhöhung der digitalen Kompetenz für unsere Mitglieder, es ist aber schwer die Generation 65+ (immerhin sind es 19,4 Prozent der Bevölkerung oder 285.000 Menschen in Oberösterreich laut Statistischem Zentralamt) für dieses Thema zu begeistern. Es gäbe zu obigem Thema noch viel zu sagen, aber ich denke, es reicht.


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