„In Eferding ist alles, was man braucht, in Laufnähe“
EFERDING. Christian Penn (SPÖ) ist seit zwei Jahren Bürgermeister der Stadtgemeinde Eferding. Im Tips-Interview spricht er über seine Erfahrungen im Amt und seine Pläne für die Zukunft der Gemeinde.

Tips:Sie sind seit zwei Jahren Bürgermeister. Welche Erfolge gab es in dieser Zeit?
Christian Penn: Das 800-Jahre-Fest mit der Communale als neuem Kulturformat und dem Thema „Identität“ war natürlich etwas ganz Besonderes. Aber es sind auch oft die kleinen Erfolge, die besonders zählen: Zum Beispiel haben wir in nur wenigen Monaten eine zusätzliche Krabbelgruppe geschaffen. Außerdem müssen meiner Meinung nach auch die vielen Kräfte im Hintergrund, die man oft als selbstverständlich nimmt, wie bei der Wasserversorgung oder bei Kanalarbeiten, gewürdigt werden.
Tips:Welche Pläne gibt es für die nähere und fernere Zukunft der Stadtgemeinde?
Penn: Ein gemeindeübergreifendes Projekt, das schon gestartet ist, ist das Leerstandsmanagement. Im Moment schauen Pupping, Fraham, Hinzenbach und Eferding, welche Leerstände es in den jeweiligen Gemeindegebieten gibt und wie man sie ressourcenschonend nutzen könnte. Wir arbeiten bei diesem Projekt als erste Stadtregion mit der Technischen Universität Wien zusammen. Für die Zukunft geplant sind unter anderem der Umbau des Amtsgebäudes, um die Leistungen der Stadtgemeinde und der Bezirkshauptmannschaft zu vereinen, und ein Neubau oder Umbau der Volksschule Süd.
Tips: Wie sieht es bezüglich Energie und Klima in Eferding aus?
Penn: Wir setzen mit zusätzlichen Ladestationen auf E-Mobilität. Dafür wird derzeit ein Konzept ausgearbeitet, wo die Stationen am meisten Sinn machen. Außerdem suchen wir nach Möglichkeiten, um Solar-Paneele zu installieren, und planen, den Bahnhof und somit die öffentlichen Verkehrsmittel attraktiver zu machen.
Tips: Was gefällt Ihnen persönlich an Ihrer Stadt am besten?
Penn: Es gibt so viele Dinge, die mir in Eferding gefallen, zum Beispiel der Stadtplatz. Das Besondere an unserer Stadt ist, dass alles, was man braucht, zu Fuß erreichbar ist.
Tips: Was ist für Sie an Ihrer Arbeit als Bürgermeister das Wichtigste?
Penn: Wir sollten wieder mehr in Richtung Miteinander und Solidarität gehen. Wir leiden alle noch an den Folgen der Pandemie. Dennoch sollten wir wieder mehr als WIR und weniger als ICH denken. Genau das leben uns die vielen Ehrenamtlichen in Vereinen und Gruppen vor und das wollen wir unterstützen. Auch wir in der Politik haben hier eine Vorbildfunktion. Deshalb sollten wir über die Grenzen hinweg denken, wenn es um das Wohl der Bürger geht.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden