SCHARTEN/ALKOVEN/LINZ. In der Galerie der Kulturformen in Linz werden bis 29. März Werke der Schartner Künstlerin Silvia Deixler, die im Atelier des Instituts Hartheim entstanden sind, unter dem Titel „Sprung ins Unbekannte“ ausgestellt.

Silvia Deixler wurde 1963 in Wels geboren und lebt heute bei ihrer Familie in Scharten. Seit 2022 besucht sie das Atelier im Institut Hartheim in Alkoven und seither hat sie zahlreiche Werke mit farbigen Kugelschreibern zu Papier gebracht. „In feinen Linien verdichten sich ihre Gedanken und Gefühle, die aus einfachen farbigen Kugelschreibern auf das Papier fließen, um dort nochmals in Bewegung zu geraten. Sie tasten sich an den Rändern des Zeichenblattes entlang, um sich sodann zu dichten Zellen, Figuren und Gebäuden zu verbinden. Auf der weißen Fläche ballen sich die farbigen Linien zu Monolithen, in deren Innerem Fenster durch den schimmernden Raum zu fliegen scheinen. Sie schweben zwischen Innen und Außen und dennoch einer klaren Grenze unterworfen, die aber zugleich ihre Transparenz bewahrt“, beschreibt die künstlerische Leiterin der Kulturformen Kristiane Petersmann die präsentierten Kunstwerke.
Im Atelier des Instituts Hartheim haben Künstler mit Beeinträchtigungen seit 1992 die Möglichkeit, sich kreativ zu betätigen. „Für viele der von uns betreuten Menschen stellt das Malen, Zeichnen und dreidimensionale Gestalten eine Alternative dar, mit ihrer Umwelt zu kommunizieren und ihre Emotionen auf individuelle Art auszudrücken. Die im Atelier entstehenden Werke, wie jene von Silvia Deixler, belegen das hohe künstlerische Potenzial, welches auch oder gerade in Personen mit Beeinträchtigung ruht“, erklärt die Geschäftsführerin des Instituts Hartheim Sandra Wiesinger.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden