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Skiclub-Vorstände: „Die Situation ist katastrophal für die Jugendarbeit“

Lisa Hackl, 10.01.2022 09:14

HINZENBACH/ HARTKIRCHEN/ TAUFKIRCHEN. Den Skiclubs der Region fehlt der Nachwuchs. Die Corona-Beschränkungen der vergangenen Jahre machten Vereinsarbeit immer schwieriger. Tips hat nachgefragt. 

  1 / 2   Zu wenige Nachwuchsfahrer stehen derzeit auf den Skiern. (Foto: Karl Trinkfass/ Schiklub Taufkirchen)

„Auf lange Sicht fehlen uns die Jahrgänge 2014 bis 2017“, erklärt Bernhard Zauner, Präsident der Union Volksbank (UVB) Hinzenbach. Aufgrund der Absage von Schulveranstaltungen und Kinderskifesten beginnen immer weniger Kandidaten mit dem Skispringen. Einzig im Spitzensport dürfen die Athleten unter strengen Auflagen trainieren. „Der Nachwuchs leidet aber stark unter den Regelungen“, erklärt Zauner. Im Verein sei die Stimmung gut, so viele Trainings wie möglich werden abgehalten.

Kinderskikurs mit 100 Teilnehmern

Als einer der einzigen Skiclubs in Oberösterreich konnte der Skiclub Hartkirchen im Jahr 2021 einen Kinderskikurs mit 90 Teilnehmern durchführen. Obmann-Stellvertreter Friedrich Graf spricht von enormen Aufwand und zusätzlicher Verantwortung für die Skilehrer, aber auch großer Freude von Kindern und Eltern. Die zum Verein gehörenden Brandner Lifte sind aufgrund von fehlender künstlicher Beschneiung stark wetterabhängig und können nicht jedes Jahr betrieben werden. Damit fällt ein weiteres Argument für die Vereinsmitgliedschaft weg, erklärt Graf. Die schnell wechselnden Verordnungen verlangen Spontanität von den Organisatoren. „Eine Erleichterung dieser Situation wird es nur durch eine größere Durchimpfungsrate der Bevölkerung geben, da dann viele Maßnahmen nicht mehr nötig wären und ein geordneter Vereinsbetrieb möglich wäre“, erklärt Graf.

Gemeinschaft erhalten

„Für die Jugendarbeit ist die Situation katastrophal“, erklärt der Vorstand des Skiclubs Taufkirchen. Schon zum zweiten Mal musste der Kinderskikurs mit mehr als 100 Teilnehmern abgesagt werden. Der Zusammenhalt im Verein sei noch gewährleistet, die Stimmung trübt sich aber immer mehr. Viele Maßnahmen könnten aufgrund der komplizierten Auflagen nicht durchgeführt werden, der Vorstand kommuniziert nur noch über Online-Dienste. „Die große Herausforderung nach der Pandemie wird darin bestehen, dass es wieder die gewohnte Gemeinschaft geben kann und die Vereinsmitglieder wieder zur Teilnahme an Aktivitäten bewegt werden können“, so der Vorstand.


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