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ASCHACH. Dass Aschach nicht für seine Berge bekannt ist, stört die Brüder Jäger absolut nicht. Manuel (11) und sein Bruder Lukas (19) sammeln für den Skiclub (SC) Raika Hartkirchen Medaillen. 

Manuel und Lukas Jäger im hauseigenen Skikeller (Foto: LHackl)
  1 / 2   Manuel und Lukas Jäger im hauseigenen Skikeller (Foto: LHackl)

Seit er drei Jahre alt ist, steht Manuel auf den Skiern, mit sieben hat er sein erstes Rennen absolviert. Mittlerweile besucht der Aschacher die Skihauptschule in Windischgarsten und ist fast jedes Wochenende auf der Piste. Drei bis viermal pro Woche sind während der Schulzeit Skitage angesagt, auch an den Wochenenden stehen während der Saison mehrere Rennen an. Papa Gerald Jäger ist Trainer im SC Hartkirchen und deswegen jedes Wochenende dabei, wenn Manuel zu den Rennen ausrückt. Inzwischen gehen der Sieg im Landes­cup, der dreifache Gewinn der Landesmeisterschaft und Triumphe im Kids Cup auf Manuels Konto. Auch erste Sponsoren in Form von POC und M-Sport stellen sich bei dem Zehnjährigen ein. Vier Paar Ski nennt Manuel bereits sein Eigen, für die beiden Bewerbe die er fährt, Riesentorlauf und Slalom, gibt es jeweils Trainings- und Rennski.

Vom Ski-Fahren leben können

„Am wichtigsten ist, immer weiterzutrainieren und nicht zu glauben, dass man schon alles kann“, erklärt Manuel. Sein großer Traum ist, eines Tages, wie sein Vorbild Marco Schwarz, vom Ski-Fahren leben zu können. Sein zweites großes Idol ist sein älterer Bruder Lukas, der die Lehranstalt für Tourismus und Ski in Bad Hofgastein besucht. Beide Brüder sind in der Wintersaison mit Trainings eingedeckt, im Sommer wird Schnelligkeit, und Ausdauer trainiert und Rad gefahren.

Große Ziele

„Die Weltmeisterschaft gewinnen wäre natürlich super“, erklärt der Elfjährige. Schon nach der ersten Klasse Volksschule wäre er am liebsten in die Skimittelschule gewechselt, erzählt Mama Sabine, die ebenfalls leidenschaftliche Skifahrerin ist. „Nach der ersten Klasse hat er zu mir gesagt, er kann jetzt lesen, schreiben und rechnen, jetzt kann er auch gleich in die Skimittelschule“, erzählt sie. „Wichtig ist, dass die Kinder wollen“, erklärt Papa Gerald. „Wenn sie nicht motiviert sind, bringt auch das Training nichts“. Am liebsten fährt Manuel Riesentorlauf, dabei ist er ein bisschen schneller unterwegs als im Slalom. Er freut sich schon darauf, wenn er bald beim Super-G und später bei der Abfahrt starten kann. Vor den Rennen ist er nicht nervös, er hält sich ein bisschen abseits von den Anderen, um Ruhe zu finden. Sein größter Gegner bei den Rennen fährt mit ihm in der Trainingsgruppe, Konkurrenzdruck verspürt Manuel nicht. „Mir ist ziemlich egal, was die Anderen denken“.


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