HINZENBACH. Zwei Wochen nach dem letzten Skisprungbewerb der Damen bei den Olympischen Spielen in Italien kehren die weltbesten Skispringer beim 13. FIS Vissmann Skisprung-Weltcup der Damen in Hinzenbach wieder in den Weltcup-Zirkus zurück.

Am Samstag, 28. Februar, und Sonntag, 1. März, finden im Eferdinger Becken die ersten zwei Einzelspringen nach Olympia statt. Mit dabei sind natürlich die Doppelolympiasiegerin Anna Odine Stroem, die Gesamtweltcupführende Nika Prevc und die Österreicherinnen, die auf der Heimschanze wieder groß aufzeigen möchten. Dass Hinzenbach den Österreicherinnen liegt, zeigen die Ergebnisse der letzten Jahre: 2025 ist es in ihrer letzten Saison Jacqueline Seifriedsberger noch einmal gelungen, auf der kleinen HS-90-Schanze in Hinzenbach als Dritte aufs Stockerl zu springen. 2024 holte Seifriedsberger gleich Silber und Bronze, und Eva Pinkelnig siegte an beiden Tagen. Ein Jahr davor, 2023, gelang Pinkelnig ein Tagessieg und ein zweiter Platz. Den zweiten Tagessieg holte damals Chiara Kreuzer.
Wirtschafts- und Sportlandesrat Markus Achleitner erklärt: „Seit mehr als zehn Jahren zählen die Damen-Weltcupbewerbe in Hinzenbach zu den Fixpunkten im internationalen FIS-Kalender und sind damit ein sportliches Aushängeschild des Sportlands Oberösterreich. Mit Investitionen von mehr als 1 Million Euro wurde der Standort zuletzt fit für die Zukunft gemacht. Springerinnen und Springer – vor allem auch die Talente – finden im Eferdinger Becken somit auch in den kommenden Jahren beste Bedingungen, um in die Weltspitze vorzustoßen. Hinzenbach gilt als ‚Österreicherinnen-Schanze‘. Das zeigte sich bereits bei der Premiere im Jahr 2012 mit dem Doppelsieg von Daniela Iraschko-Stolz und setzte sich in den folgenden Jahren fort: Bis heute erklang bei zehn Weltcup-Siegerehrungen in der Energie-AG-Arena die österreichische Bundeshymne für unsere Adlerinnen. Darüber hinaus gab es mehrere Stockerlplätze zu feiern, unter anderem durch die im Vorjahr zurückgetretene Jacqueline Seifriedsberger. Ich hoffe, dass die ÖSV-Adlerinnen um Lisa Eder und die Lokalmatadorin Julia Mühlbacher am 28. Februar und 1. März in der Energie-AG-Arena von zahlreichen Skisprungfans unterstützt werden und für ein weiteres tolles Skisprungfest im Sportland Oberösterreich sorgen! Danke an Bernhard Zauner und sein Team sowie an die vielen Freiwilligen, die auch dieses Jahr wieder mit anpacken und damit garantieren, dass sich Oberösterreich auf der internationalen Wintersport-Bühne von seiner besten Seite zeigt.“
Bernhard Zauner, OK-Präsident vom UVB Hinzenbach, sagt: „Wir sind froh, dass wir den Damenweltcup wieder bekommen haben, wenngleich es natürlich sehr schade ist, dass am selben Tag der Herrenweltcup am Kulm ausgetragen wird. Die FIS hat ein neues System, bei dem Damen- und Herrenbewerbe gleichzeitig stattfinden, damit künftig auch Mixed-Bewerbe stattfinden können. Dadurch sind aber leider auch die Termine rar geworden und für uns ist nur das Wochenende 28. Februar/1. März übrig geblieben. Aber auch wenn wir nicht ganz glücklich sind mit dem Termin, setzen wir wie immer alles daran, für alle ein perfektes Weltcupwochenende zu gestalten. Die Vorbereitungen laufen gut, schneemäßig sind wir gut ausgestattet und die Schanze ist bestens präpariert. Dankenswerterweise haben sich auch für den Damenweltcup 2026 wieder um die 300 freiwillige Helfer gefunden, die zum Gelingen der Veranstaltung beitragen. Jetzt hoffen wir nur noch, dass trotz des Parallelbewerbs am Kulm auch zu uns viele Besucher kommen, um den sicherlich spannenden Damenweltcup in Hinzenbach zu sehen.“
„Ich freue mich schon sehr, in Hinzenbach wieder gemeinsam mit meinen Teamkolleginnen anzutreten und in die letzte Weltcupperiode zu starten. Heimweltcups sind für uns immer etwas ganz Besonderes. Es sind viele Fans vor Ort, und man kennt die Schanze gut. Die Stimmung sticht ebenfalls immer heraus und löst Euphorie bei uns im Team aus. Hinzenbach ist auf jeden Fall eine der kleinsten Schanzen in unserem Kalender. Das heißt, das Feld ist ziemlich eng beisammen, und es ist wichtig, zum K-Punkt zu springen, eine saubere Landung zu machen und gute Haltungsnoten zu bekommen. Die Schanze ist sehr harmonisch, und man kommt mit mehr Höhe vom Tisch weg“, betont Skispringerin Hannah Wiegele. Und Julia Mühlbacher meint: „Nach den Olympischen Winterspielen freue ich mich schon riesig auf Hinzenbach und auf den Heimweltcup. Es tut uns als Team bestimmt gut, auf heimischem Boden, auf einer Schanze, die uns liegt, und vor den Fans einen Wettkampf zu bestreiten. Heimweltcups haben bei uns immer einen sehr hohen Stellenwert und sind etwas Besonderes für uns. Mit Hinzenbach und Villach haben wir zwei kleine Schanzen im Kalender, von denen wir wissen, dass wir dort gut springen und für unsere Konkurrentinnen gefährlich sein können. Hinzenbach kenne ich sehr gut. Wir waren als Kinder schon oft dort. Es ist eine tolle Anlage mit Personen im Hintergrund, die keine Mühen und keinen großen Aufwand scheuen, damit die Schanze optimal hergerichtet ist und wir tolle Bedingungen vorfinden. Die Schanze ist sehr klein, sodass es darauf ankommt, dass man von oben bis unten sauber skispringt. Darauf wird es am Wochenende ankommen, um vorne dabei zu sein.“
Zeitplan
Freitag, 27. Februar:
14 bis 17 Uhr: Freies Training. Eintritt frei
Samstag, 28. Februar:
12 Uhr: Offizielles Training – 2 Durchgänge
14 Uhr: Qualifikation
15.20 Uhr: Wettkampf – 2 Durchgänge
16.50 Uhr: Siegerehrung
Sonntag, 1. März:
14 Uhr: Qualifikation
15.20 Uhr: Wettkampf – 2 Durchgänge
16.50 Uhr: Siegerehrung


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