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EFERDING. „Uns geht es nicht um eine Generalverurteilung. Es gibt viele Unternehmer, die korrekt und ordentlich mit ihren Mitarbeitern umgehen“, betont der stellvertretende Direktor der Arbeiterkammer OÖ, Franz Molterer, trotzdem seien Verstoße ein flächendeckendes Problem.

AK-Bezirksstellenleiter Werner Wagnest (l.) und Franz Molterer, stv. Direktor der AK OÖ Foto: Heindl

„Recht muss Recht bleiben. Wir fordern ja nicht irgendetwas, es ist alles in Verträgen festgelegt“, so Molterer, der gemeinsam mit Eferdings Bezirksstellenleiter Werner Wagnest Bilanz über das vergangene Jahr zog.

Im vergangenen Jahr wandten sich 4445 AK-Mitglieder mit arbeits- und sozial-rechtlichen Fragen an die AK Eferding. Bei vielen ist es mit der Beratung aber leider nicht getan: Die AK muss bei den Arbeitgebern intervenieren. Wenn das nichts bewirkt, muss sie vor Gericht gehen, um den Arbeitnehmern zu ihrem Recht zu verhelfen.

Durch außergerichtliche Interventionen brachte die AK Eferding im Vorjahr 66.874 Euro an vorenthaltenem Entgelt ein. Durch Rechtsvertretung vor dem Arbeits- und Sozialgericht wurden 147.504 Euro erkämpft. Die Hauptgründe, warum die AK Eferding für ihre Mitglieder vor Gericht gehen musste, waren Differenzen um die Endabrechnung bei der Beendigung von Dienstverhältnissen, vorenthaltenes laufendes Entgelt sowie ungerechtfertigte Entlassungen. Selbst nach einem rechtskräftigen Urteil ist keineswegs sicher, dass bezahlt wird. In einigen Fällen kommen die Arbeitnehmer nur zu ihrem Geld, wenn die AK ein Exekutionsverfahren ankündigt oder einleitet. In Sozialrechtsangelegenheiten erstritt die AK Eferding im vergangenen Jahr 355.448 Euro. Dabei ging es hauptsächlich um Pensionsansprüche (Invaliditätspension, Berufsunfähigkeitspension) und Pflegegeld. Zusätzlich wurden für 22 Arbeitnehmer aus dem Bezirk, die von einer Insolvenz betroffen waren, 155.627 Euro durchgesetzt.

In Summe hat die AK Eferding im Vorjahr an arbeits- und sozialrechtlichen Ansprüchen sowie an Forderungen nach Insolvenzen Zahlungen von insgesamt 725.453 Euro erreicht.<


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