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Arbeiterkammern Eferding und Grieskirchen erkämpften für Mitglieder im ersten Halbjahr 2017 fast 730.000 Euro

Nora Heindl, 07.09.2017 09:25

EFERDING/GRIESKIRCHEN. Immer wieder erhalten Arbeitnehmer/-innen nicht das, was ihnen finanziell zusteht. In vielen Fällen verhilft ihnen erst die Arbeiterkammer zu ihrem Geld. Gemeinsam haben die AK Eferding und die AK Grieskirchen im ersten Halbjahr 2017 fast 730.000 Euro für ihre Mitglieder erkämpft. In Eferding wandten sich 2712 und in Grieskirchen 2733 Menschen hilfesuchend an die AK. Hauptthema in der Beratung ist nach wie vor Unterentlohnung. Eine Verkäuferin aus dem Bezirk Grieskirchen bekam etwa erst nach dem Einschreiten der AK mehr als 5000 Euro von ihrem ehemaligen Arbeitgeber nachbezahlt, der sie fristwidrig gekündigt hatte.

Foto: Wodicka
Foto: Wodicka

Beinahe 17 Jahre lang arbeitete die Frau treu für ihre Firma als Verkäuferin, 35 Stunden pro Woche. Dann drängte der Chef sie, einer Reduktion des Stundenausmaßes zuzustimmen. Doch die Frau wollte nicht weniger Stunden arbeiten, also flatterte ihr die Kündigung ins Haus. Laut dem Schreiben würde das Dienstverhältnis mit 30. April enden. Die Frau wandte sich hilfesuchend an die AK. Und das mit Erfolg.

Denn die AK stellte klar: Laut Kollektivvertrag für Handelsangestellte gilt neben bestimmten Kündigungsfristen auch, dass nach dem vollendeten fünften Dienstjahr in der Firma eine Arbeitgeberkündigung nur zum Ende eines Quartals möglich ist. Im Fall der Frau wäre das der 30. Juni gewesen, da die Kündigung zum 30. April erfolgte. Die Frau hatte also Anspruch auf Kündigungsentschädigung für die Monate Mai und Juni. Die AK intervenierte bei der Firma. Diese musste 5073 Euro nachzahlen.


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