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Arbeiterkammer erstellt Leistungsbilanz der Beschäftigten aus dem Bezirk Eferding

Nora Heindl, 26.11.2018 12:02

EFERDING. Ob in der Reinigung, am Bau, in der Produktion, im Büro oder in der Forschung, die Arbeitnehmer im Bezirk Eferding erbringen enorme Leistungen. Ohne sie stünde alles still. Ohne sie gäbe es keine Wertschöpfung. Das zeigt die von der Arbeiterkammer Oberösterreich erstellte Leistungsbilanz über das Jahr 2017.

  1 / 2   Betriebsbesuch beim SHV Eferding (v. l.): AK-Präsident Johann Kalliauer, Rupert Zauner, Luca Kleebauer und Kerstin Bartoszak. Foto: AK Oberösterreich

Rund 14.800 Menschen (8145 Männer, 6703 Frauen) sind im Jahresdurchschnitt 2017 im Bezirk Eferding unselbstständig beschäftigt. Im Vergleich zum Jahr zuvor ist die Beschäftigung um 1,2 Prozent gestiegen, seit dem Jahr 2008 um 9,9 Prozent. Die Erwerbsquote ligt bei 81,1 Prozent, oö-weit die höchste Erwerbsquote.

Knapp ein Drittel der Beschäftigten hat einen Teilzeitjob. Während mehr als jede zweite Arbeitnehmerin nicht Vollzeit arbeitet, ist nur einer von zehn Männern teilzeitbeschäftigt.

28,3 Prozent der Beschäftigten arbeiten in der Sachgütererzeugung und 59,3 Prozent im Dienstleistungsbereich. Die übrigen 12,4 Prozent sind in der Land- und Forstwirtschaft beschäftigt. Während vier von zehn Männern in der Sachgüterproduktion arbeiten, sind drei Viertel der Frauen im Dienstleistungssektor tätig.

Wichtigste Branche im Bezirk Eferding ist der Handel mit 2366 Beschäftigten – das sind 18,4 Prozent aller Beschäftigten im Bezirk. Auf die Herstellung von Waren entfallen 2301 Arbeitsplätze (17,9 Prozent aller Beschäftigten). Rang drei belegt das Gesundheits- und Sozialwesen mit 1594 Beschäftigten (12,4 Prozent). Auf diese drei Branchen entfällt somit fast die Hälfte aller Arbeitsplätze im Bezirk Eferding.

Einkommen im Bezirk Eferding

Ein Blick auf die Entlohnung zeigt, dass Frauen monatlich im Schnitt um über 800 Euro weniger verdienen als ihre Kollegen. Während das durchschnittliche Einkommen der Männer bei 2323 Euro liegt, kommen Frauen auf 1497 Euro. Das mittlere Bruttoeinkommen lag 2017 bei 1936 monatlich - um mehr als 300 Euro weniger als im Oberösterreich-Median und im Bezirksvergleich damit der 16. und somit drittletzte Platz für Eferding.

Eferdinger nehmen weite Arbeitwege auf sich

Und das, obwohl viele Eferdinger weite Arbeitswege auf sich nehmen. Im Heimatort finden nur etwas mehr als 15 Prozent der unselbständig Beschäftigten einen Arbeitsplatz. Somit müssen deutlich mehr als 80 Prozent der Arbeitnehmer aus dem Bezirk Eferding aus ihrer Heimatgemeinde auspendeln. Der Anteil der Bezirksauspendler liegt bei fast 60 Prozent. Viele Pendler haben es mit großen Entfernungen zu tun. Fast 40 Prozent der Beschäftigten aus dem Bezirk pendeln jeden Tag mehr als 40 Kilometer und etwas mehr als fünf Prozent fahren sogar mehr als 100 Kilometer zu ihrem Arbeitsplatz.

Arbeitlose um neuen Job bemüht

Arbeitslos, in Schulung oder auf der Suche nach einer Lehrstelle waren im vergangenen Jahr 675 Personen – um 2,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die Arbeitslosigkeit betrug 2017 3,6 Prozent, der Stellenandrang lag bei 2,3 Arbeitslosen pro freier Stelle. Wie sehr sich die Arbeitslosen aus dem Bezirk Eferding bemühen, möglichst rasch einen Job zu finden, zeigt sich daran, dass fast zwei Drittel aller Arbeitsuchenden innerhalb von drei Monaten eine neue Beschäftigung finden. Durchschnittlich beträgt die Dauer der Arbeitslosigkeit 93 Tage.

Eferdinger sind produktiv und innovativ

Betrachtet man die Produktivität von rund 1400 Mitarbeitern in neun ausgewählten Unternehmen mit jeweils mehr als 49 Beschäftigten, so zeigt sich folgendes Bild: Die Pro-Kopf-Wertschöpfung (also jener Betrag, der pro Kopf erwirtschaftet wird) lag im Jahr 2016 bei fast 68.000 Euro. Zieht man davon die durchschnittlichen Personalkosten ab, bleiben diesen Unternehmen jährlich immer noch rund 19.000 Euro pro Mitarbeiter.

Aus dem Bezirk Eferding sind im vergangenen Jahr vier Erfindungsanmeldungen erfolgt

Fast 165 Millionen Euro an Lohnsteuer und Abgaben bezahlt

Die knapp 18.000 im Bezirk Eferding wohnenden Beschäftigten (einschließlich der öffentlich Bediensteten und Beamten) haben im Jahr 2015 insgesamt rund 540 Millionen Euro brutto verdient. Von ihren Arbeitseinkommen zahlten die Eferdinger Beschäftigten in Summe fast 79 Millionen Euro an Lohnsteuer und weitere etwa 86 Millionen Euro an Sozialversicherungsbeiträgen. Insgesamt wurden somit fast 165 Millionen Euro an Lohnsteuer und Abgaben bezahlt.


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