Fabian Pointinger auf Wirtschaftsexpedition im Silicon Valley
PRAMBACHKIRCHEN. „Die Gespräche, vor allem mit den Unternehmern im Silicon Valley haben mir neue Dimensionen aufgezeigt, auch, dass nichts unmöglich ist“, zieht Fabian Pointinger Resümee. Als einziger Vertreter Österreichs war der 18-Jährige Teil einer Wirtschaftsexpedition der deutschen IJM Stiftung nach Kalifornien.

Besuche bei Google, Apple, Intel, SAP, aber auch in der Stanford und der Berkeley University standen bei der zweiwöchigen Expedition auf dem Programm. „Diese Erfahrung werde ich nie vergessen. Es war zwar richtig viel Arbeit, aber es hat sich auf jeden Fall gelohnt“, erzählt der Dachsberger Gymnasiast.
Von einer Erfahrung zur nächsten
Insgesamt führte die Expedition die 19 Teilnehmer in etwa 20 Unternehmen, fünf Universitäten und ins California State Capitol. Aufgabe war es in Gesprächen mit Studenten, Mitarbeitern, Unternehmern und Bürgern Fragestellungen etwa zur Nutzung elektronischer Medien oder Arbeitsbedingungen zu beantworten. „Wir haben meist bis 1 oder 2 Uhr nachts gearbeitet, um unsere Tagesergebnisse zu präsentieren. Um 7 Uhr morgens ging es dann wieder los. Von Kalifornien selbst haben wir nicht viel gesehen, nur in San Francisco waren wir einen Tag unterwegs.“
Die Erlebnisse und Erfahrungen überwiegen aber jede vermisste Stunde Schlaf. „In Palo Alto haben wir unter anderem das HanaHaus besucht, das ist dort der Treffpunkt für Start-ups. Anscheinend schaut sogar Mark Zuckerberg ab und zu dort vorbei, um seine Hilfe anzubieten“, erzählt Fabian Pointinger.
Überhaupt sei die Einstellung zu Start-ups aber auch zum Scheitern in Kalifornien eine andere: „Es gibt zahlreiche Unternehmen, die einfach nur in Start-ups investieren, weil sie sagen, dass jeder einen Versuch verdient hat. Auch wenn man dann scheitert, ist es nicht schlimm. Scheitern gehört dort zum Erfolgsprozess. Wer scheitert, gibt nicht auf, sondern probiert es weiter, bis es gelingt. Diese Einstellung möchte ich mir auf jeden Fall mitnehmen, nicht aufzugeben, sondern aus Fehlern zu lernen und es weiter zu probieren.“
Interesse an Wirtschaft größer denn je
Dass es an seinem Ehrgeiz schon mal nicht scheitert, hat der 18-Jährige schon im Vorfeld der Expedition bewiesen. Zuvor galt es die Reisekosten von 3.000 Euro mittels Sponsoren zusammen zu tragen. „Da ich mich so extrem für Wirtschaft interessiere, war es für mich keine Frage, ob ich teilnehmen werde oder nicht. Koste es, was es wolle.“ Also hat sich der Dachsberger Schüler hingesetzt und unzählige Anfragen an Firmen verschickt - mit Erfolg. „Von nix kommt nix. Ich kann es nur jedem empfehlen, den Aufwand auf sich zu nehmen. Allein schon von den Expeditionsleitern bekommt man enorm viel Input, sei es in Workshops oder in Form von Buchtipps. Mein Interesse an Wirtschaft ist größer denn je. Die nächste Expedition im Herbst ginge übrigens nach China.“
Der Prambachkirchner selbst will nach hoffentlich erfolgreich bestandener Matura dann schon Internationales Marketing in Wien studieren. Seine berufliche Karriere hat er ebenfalls schon im Blick. „Natürlich wäre es mein Ziel, einmal ein eigenes Unternehmen zu führen, aber dafür braucht man halt diese eine Idee, die man entweder hat oder nicht, erzwingen kann man sie nicht. Bis dahin würde ich gerne für eine international tätige Firma weltweit unterwegs sein“, überlegt der 18-Jährige, aber egal was kommt: „Durch diese Expedition fühle ich mich motivierter und sicherer auf Zukunftsentscheidungen vorbereitet.“


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