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EFERDING/GRIESKIRCHEN. Rund ein Dutzend junger Menschen aus den Bezirken Eferding und Grieskirchen gründeten Ende August eine Gruppe der Sozialistischen Jugend (SJ). Christoph Natschläger aus Eferding wurde dabei einstimmig zum Vorsitzenden gewählt. Bei ihrer ersten Aktion protestierte die SJ gegen teure Mieten und Spekulation mit Wohnraum.

Die Truppe rund um Christoph Natschläger (Foto: SJ Eferding/Grieskirchen)
Die Truppe rund um Christoph Natschläger (Foto: SJ Eferding/Grieskirchen)

Bei der ersten Aktion griff die Gruppe gleich eines der wichtigsten Themen für junge Menschen auf. “Wohnen ist ein Menschenrecht - und dennoch kämpfen besonders in Zeiten der aktuellen Teuerung immer mehr Menschen damit, ihre Miete zu zahlen oder eine leistbare Wohnung zu finden. Auf der anderen Seite streichen sich Vermieterinnen und Vermieter, Spekulantinnen und Spekulanten hohe Profite am Wohnungsmarkt ein. Es ist höchste Zeit, dass die Landes- und Bundesregierung ihre Verantwortungen wahrnehmen und den Horror-Mieten ein Ende setzen“, sagt Natschläger.

Klare Forderungen für den Wohnraummarkt

Die Sozialistische Jugend fordert ein radikales Umdenken in der österreichischen Wohnungspolitik. Allein in den vergangenen 15 Jahren sind die Mieten in Österreich im Schnitt um rund 50 Prozent gestiegen. Gleichzeitig lassen Immobilienspekulanten immer öfter Wohnungen aus Profitinteresse leer stehen. Um dieses Problem zu beheben, hat Natschläger konkrete Vorschläge: “Wir müssen Mieten regulieren und Wohnraum, der bewusst als Spekulationsobjekt benutzt wird, wieder in öffentliches Eigentum bringen. Neben einem bundesweiten Mietendeckel und Leerstandsabgaben muss auch die gesetzliche Möglichkeit zur Rekommunalisierung bestehen, etwa wenn eine Wohnung fünf Jahre durchgehend leer steht.“

Junge Menschen zeigen Engagement

Gratulationen zur Gründung und Unterstützung zur Aktion der SJ Eferding/Grieskirchen kommt auch von der Landesvorsitzenden der SJ OÖ, Eva Reiter: „Die Folgen der verantwortungslosen Wohnungspolitik der Landes- und Bundesregierung tragen, vor allem junge Menschen. Für viele junge Menschen wird das Ausziehen durch die horrenden Miet-, und Eigentumspreise zu einem Wunschtraum. Mit ihrer Untätigkeit betoniert die Regierung tausende Jugendliche bei ihren Eltern ein. Es ist deshalb großartig zu sehen, wenn sich junge Menschen auf die Beine stellen und für eine bessere Zukunft für uns alle kämpfen.“


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