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„Der Weg zum Sternenfeld“ ist lang: Kinderbuchprojekt sucht Unterstützer

Alexandra Dick, 12.06.2018 12:43

EGGERDING. In ihrem ersten gemeinsamen Kinderbuch „Der Weg zum Sternenfeld“ verarbeiten der Eggerdinger Marcus­ Hölzl und sein guter Freund und Autor Jonathan Mittermair (“Der Karottenbaum“, „Der Adler Aaron“) die Erlebnisse und Erfahrungen, die sie auf ihren Pilgerreisen gemacht haben. Das Manuskript ist nun – nach drei Jahren Arbeit – fertig, doch eine Hürde gibt es noch. Welche das ist, erzählt der Eggerdinger im Interview.

Marcus Hölzl und Jonathan Mittermair hoffen auf Unterstützung.
Marcus Hölzl und Jonathan Mittermair hoffen auf Unterstützung.

Tips: In „Der Weg zum Sternenfeld“ verarbeiten Sie ihre erste Pilgerreise auf dem Jakobsweg. Ist dies für Sie ein Herzensprojekt?

Marcus Hölzl: Seit meinem ersten Jakobsweg von Bilbao nach Santiago im Jahr 2013 hab ich in mir den starken Drang gespürt, diese Pilgerreise auch schriftlich zu verarbeiten. Es hat sich in diesen vier Wochen innerlich so unglaublich viel getan und verändert, das wollte raus. So ist das ganze Projekt zu einer absoluten Herzensangelegenheit geworden. Es ist viel Persönliches in die Geschichte eingeflossen – Schönes wie Schmerzhaftes.

Tips: Was haben Sie dabei über sich selbst gelernt?

Hölzl: Weil diese Frage so schwierig in wenigen Worten zu beantworten ist, haben wir ein Buch darüber geschrieben. Aber ich versuch mein Bestes: Ich darf in Jonathans und meinem Namen sprechen, wenn ich sage, dass wir am Jakobsweg erfahren durften, immer geführt zu sein. Immer eingebettet zu sein in ein größeres Ganzes. Immer Vertrauen haben zu können. Auch in Momenten, in denen wir der Verzweiflung nahe waren. Und die hat es gegeben.

Tips: Im Buch haben Sie die Pilgerreise ins Weltall verlegt. Erzählen Sie mir vom Inhalt?

Hölzl: Ein Stern hat eines Tages genug von seinem langweiligen Dasein mitten im Nirgendwo. Er nimmt all seinen Mut zusammen und fliegt los, um sich auf die Suche nach dem sagenumwobenen Sternenfeld zu begeben. Dort sollen die Sterne der Legende nach heller als sonst irgendwo im Universum strahlen. Und dieses Strahlen möchte unser Stern auch finden. Er weiß zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass es nicht um ein äußeres Strahlen geht, sondern er sein inneres Strahlen entdecken wird.

Tips: Der Titel des Buches ist ein Wortspiel. Klären Sie die Leser auf.

Hölzl: Wir haben lange überlegt, wie wir die Geschichte am besten kindertauglich angehen. Letztlich haben wir die Entscheidung getroffen, den Jakobsweg symbolisch ins Weltall zu verlagern und die Geschichte eines pilgernden Sterns zu erzählen, der auf dieser Reise das Beste in sich entdeckt. Das Ziel der Menschen ist die Stadt Santiago de Compostela, das Ziel des Sterns ist das Sternenfeld. „Compostela“ kommt vom Lateinischen „Campus stellae“ und das heißt auf Deutsch nichts anderes als „Sternenfeld“. So ist also das Ziel der menschlichen Pilger und des Sterns im wörtlichen Sinn dasselbe.

Tips: Was wollen Sie mit dem Buch an die Leser weitergeben?

Hölzl: Am wichtigsten ist uns, Kinder und gerne auch Erwachsene mit der Kraft der Meditation in Verbindung zu bringen. Das ist eine Qualität, die wir am Jakobsweg vertieft kennenlernen durften. In der Welt ist es laut geworden um uns herum. Jeden Tag für ein paar Minuten in die Stille zu gehen, erleichtert uns allerdings, die Stimme unseres Herzens zu hören und ihr zu folgen. Und das können auch schon Kinder lernen. Deshalb gibt es am Ende unseres Buches auch die Drei-Minuten-Meditation.

Tips: Damit Ihr Herzensprojekt den Weg in die Buchhandlungen findet, brauchen Sie noch ein wenig Unterstützung.

Hölzl: Damit das Buch nach unseren qualitativen Vorstellungen zu Weihnachten 2018 erscheinen kann, sind 15.000 Euro nötig. Das umfasst den Druck der ersten Auflage, die Illustrationen durch unseren genialen argentinischen Zeichner Marcelo Lavallén, das hochwertige Layout durch seinen Bruder Claudio, der Pater im Stift Kremsmünster ist, und natürlich die Aufnahme und Produktion des Hörbuchs mit dem professionellen Sprecher Tom Zahner. Deshalb haben wir im Internet eine Crowdfunding-Kampagne ins Leben gerufen. Das sind keine klassischen Spenden, denn unsere Unterstützer bekommen auch etwas für ihren Beitrag. Sie wählen aus 13 verschiedenen Paketen und gehen quasi in Vorleistung, damit das Produkt über den Sommer entstehen kann und bekommen es dann rechtzeitig vor Weihnachten von uns zugeschickt.

Tips: Was passiert, wenn am Ende der Frist – am 2. Juli, 0 Uhr – keine 15.000 Euro eingelangt sind?

Hölzl: Wenn wir dann bei 14.632 Euro stehen, sehen wir keinen Cent und alle Gelder werden an die Unterstützer zurücküberwiesen. Das Ziel von 15.000 Euro muss zwingend erreicht werden. Wir sind dankbar für jeden einzelnen Euro, der uns dem Ziel näherbringt.

Unterstützen kann man das Kinderbuch-Projekt „Der Weg zum Sternenfeld“ von Jonathan Mittermair und Marcus Hölzl bis 2. Juli, 0 Uhr, mit einem beliebigen Beitrag ab einem Euro:

• auf www.kickstarter.com unter dem Stichwort „Sternenfeld“ (Kreditkarte erforderlich)

• oder mit einer Übeweisung auf das Unterstützungskonto „Sternenfeld“ bei der Sparkasse Oberösterreich (AT79 2032 0326 0495 6412) – Wer Namen, Adresse und Mailadresse angibt, bekommt das Buch und/oder Hörbuch per Post.

Ab einer Spende von zehn Euro erhalten die Unterstützer das eBook, ab 20 Euro das Buch, ab 30 Euro eBook und das Buch, ab 45 Euro eBook, Buch und Hörbuch.


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