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Floyd Division nahm das Publikum in der Zuckerfabrik mit auf eine musikalische Zeitreise

Thomas Lettner, 04.01.2022 12:57

ENNS. Zum Jahresende ließ die Wiener Band Floyd Division die Musik der britischen Rockband Pink Floyd im Kulturzentrum d‘Zuckerfabrik aufleben. Tips sprach mit Sänger Roman Bischof über die Band, die zu ihrer Zeit einen völlig neuartigen Stil schuf.

 (Foto: Aleksandra Prünner)
(Foto: Aleksandra Prünner)

Tips:Es gibt so viele Tribute-Bands auf dieser Welt. Warum habt ihr euch für Pink Floyd entschieden?

Bischof: Seitdem ich acht Jahre alt bin, höre ich Pink Floyd. Ich bin mit dieser Musik aufgewachsen und habe sie quasi von meinem Vater ererbt. Mein Vater hat die Musik von Pink Floyd in den späten 70er Jahren gehört. Ich habe mir immer die Plattencovers angeschaut. Eine der ersten, die ich gesehen habe, war „The Dark Side of the Moon“. Ich habe sie mir auf dem Plattenspieler angehört, und so hat es bei mir mit der Musik von Pink Floyd angefangen. Irgendwann habe ich Schlagzeug studiert und Gesang gemacht. Dabei habe ich mir gedacht, dass ich die Musik von Pink Floyd auf die Bühne bringen könnte. Es hat relativ lange gedauert, bis wir Musiker gefunden haben, die nicht nur gute Musiker, sondern auch Pink Floyd-Fans sind. Das ist das Schöne an der Geschichte.

Tips:Pink Floyd ist nicht die Band, die viele Ohrwürmer hervorgebracht hat. Was ist das Tolle an ihrer Musik?

Bischof: Ganz stimmt das nicht – „The Wall“ und „Wish you were here“ sind Ohrwürmer. Die Musik hat einfach dermaßen viel Tiefe – ein Stück weit Melancholie – und eine Breite, die man nicht von vielen Bands hört. Es gibt Bands in den späten 70ern wie die alten Genesis mit Phil Collins und Peter Gabriel oder Van der Graaf Generator, die so ähnliche Musik gemacht haben – Musik, die es schafft, Landschaften in den Kopf zu zaubern. Das macht Pink Floyd als eine der wenigen Bands über Jahre hinweg mit jedem Album.

Tips:Es geht also nicht nur um die Musik, sondern auch um die Texte dahinter?

Bischof: Um beides. Die Texte, die zu 85 Prozent von Roger Waters geschrieben worden sind, sind ein tolles Konzept, und die Musik passt irrsinnig gut dazu. Der klassische Gitarrensound von David Gilmoure, der die Band wie kein anderer geprägt hat, und die Texte von Roger Waters machen Pink Floyd aus.

Tips:Die beiden haben sich ziemlich zerstritten. Glauben Sie, dass die Band wieder einmal in der Originalbesetzung auftreten wird?

Bischof: Das wird nicht mehr passieren. Dazu sind beide zu sehr Gockel. David Gilmoure als auch Roger Waters haben sich in den 80er Jahren zerstritten, und es gibt auch einen Rechtsstreit. Sie wollen einfach nicht mehr miteinander musizieren. Als sie das Live Aid gespielt haben, hat jeder 800 Meter voneinander einen eigenen Wohnwagen gehabt. Die beiden haben sich fünf Minuten vor dem Auftritt auf dem Weg zur Bühne gesehen und sich die Hand gegeben, aber nicht miteinander geredet. Die beiden können nicht mehr miteinander, da ist einfach zu viel passiert.


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