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Wanderausstellung in der Pfarrkirche Enns-St. Marien erinnert an die Todesmärsche von 1945

Thomas Lettner, 02.06.2020 09:52

ENNS/ST. FLORIAN. „GEH-DENK-SPUREN 2020“ - so lautet der Titel einer Wanderausstellung, die sich intensiv mit den „Todesmärschen“ von Juden von Mauthausen nach Gunskirchen beschäftigt.

Die Wanderausstellung ist derzeit in der Pfarrkirche Enns-St. Marien zu sehen. Foto: Fotostudio Eder, Linz

Die Ausstellung wurde von der Arbeitsgemeinschaft „GEH-DENK-SPUREN“ entwickelt und umgesetzt. Bis 26. Juni ist sie im Kreuzgang der Pfarrkirche Enns-St. Marien zu sehen. Von dort geht die Schau, die aus 24 einheitlich gestalteten Roll-Ups besteht, auf Wanderschaft. Diese Form der Präsentation wurde bewusst gewählt, um regionale Geschichte kompakt zu dokumentieren und sie lokal sichtbar zu machen. Eine deutliche GEH-DENK-SPUR soll sich mit dem Wandern der Ausstellung von Mauthausen entlang der ehemaligen „Todesmarsch-Routen“ bis nach Gunskirchen ziehen. Zukünftig ist gedacht, die Wanderausstellung im Rahmen der lokalen Gedenkfeiern an die Todesmärsche einzubinden.

Ab Juli im Stift St. Florian

Begleitend zur Ausstellung gibt es auch eine Broschüre „GehDenkSpuren 2020 - April 1945: Todesmärsche von Mauthausen-Gusen nach Gunskirchen“, die auf 28 Seiten einen Überblick über die Todesmärsche und deren lokale Bezüge gibt. Die Broschüre ist auf der Homepage des Mauthausenkomitees Enns nachzulesen. „Der Blick in die Vergangenheit soll das Auge für die Gegenwart schärfen“, sagt Historikerin Angelika Schlackl, eine der Initiatoren. Sichtbar wird in der Ausstellung sowohl die Unmenschlichkeit dieser Zeit, aber auch die Zivilcourage, die Menschen immer wieder aufbrachten. Ab Juli ist die Ausstellung im Stift St. Florian zu sehen.


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