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ENNS. Das Team der Ennser Stadtführer hat Zuwachs bekommen. Sechs neue Stadtführer sind seit Anfang Juli im Bereitschaftsdienst in der Innenstadt unterwegs. Zwei weitere legen im August ihre Prüfung ab.

  1 / 2   18 Monate dauerte die Ausbildung der Ennser Stadtführer, die vom Wissen der erfahrenen Stadtführer profitieren. Foto: Regina Welles

Christine Baumgartner und Kathrin Maier-Sonnleitner haben gemeinsam mit sechs anderen Freiwilligen die 18-monatige Ausbildung zum Stadtführer absolviert. Zu den Schwerpunkten der Ausbildung, die von den erfahrenen Stadtführern Alfred Hudec und Regina Welles geleitet wird, zählen unter anderem die Geschichte Österreichs und der Stadt Enns, Kirchengeschichte und Stilkunde.

Corona-Regeln werden eingehalten

Bis 15. September finden täglich um 10 Uhr vormittags Führungen statt. Die Führungen können bei der Tourismus- und Stadtmarketing Enns gebucht werden. Zu den Fixpunkten gehören der Frauenturm, das Schloss Ennsegg, die Stadtpfarrkirche und natürlich der Hauptplatz mit dem Stadtturm. Die Stadtführer achten auf die Abstandsregeln. In den Innenräumen ist der Mund-Nasenschutz zu tragen.

Fragen zur Römerzeit

„Jede Führung ist anders, weil jede Gruppe ihre speziellen Interessen hat und alle Altersschichten vertreten sind“, sagen Baumgartner und Maier-Sonnleitner, die schon bei der Landesausstellung 2018 als Kulturvermittlerinnen in der Basilika Lorch tätig waren. Kinder stellen besonders gerne Fragen zur Römerzeit. Erwachsene erkundigen sich oft über die Hintergründe der „ältesten Stadt Österreichs“, Napoleon Bonaparte oder Kriegsschäden im Zweiten Weltkrieg. Um Enns von ganz neuen Seiten kennenzulernen, gibt es ab September Führungen mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten.

Geschichten erzählen

Abgesehen von historischen Fakten ist bei einer Stadtführung sehr viel Hintergrundwissen gefragt. „Man muss zu jeder Ecke Geschichten und Sagen kennen, wobei die erfahrenen Stadtführer uns sehr hilfreich sind. Als Ennserinnen haben wir den Vorteil, dass wir Geheimtipps geben können, wo man in der Stadt eine schöne Aussicht genießen kann oder eine nette Gasse findet“, sagt Christine Baumgartner. Für Kathrin Maier-Sonnleitner, die ursprünglich eine „Zuagroaste“ aus dem Mühlviertel ist, hat die Tätigkeit als Stadtführerin auch persönlich etwas verändert. „Ich verstehe jetzt, warum die Ennser so stolz auf ihre Stadt sind“, sagt sie.


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