Verletzter Fußballfan bekam Genesungswünsche von Arnautović
ST. FLORIAN. Anfang des Jahres schrieb der 13-jährige Alexander einen Brief an den Bundespräsidenten, nun bekam er Post von dem Fußballspieler Marko Arnautović. Hintergrund ist eine Verletzung, die Alexander zur Sportpause zwingt.

Der junge Gymnasiast Alexander Dorner verletzte sich in den vergangenen Schulwochen beim Fußballspielen im Turnunterricht. Daher stehen dem begeisterten Sportler nun Ferien bevor, in denen er nicht trainieren kann und Schiene sowie Krücken tragen muss. „So hatte er zumindest Zeit, sich die Europameisterschaft anzusehen und mitzufiebern. Einerseits traurig, weil ihm bewusst wurde, dass er womöglich jetzt lange nicht trainieren kann, andererseits feuerte er unser Team mit Sportgeist an“, erläutert seine Mutter Bianca Dorner im Tips-Gespräch.
ÖFB-Präsident Windtner vermittelte
Um ihren Sohn aufzumuntern, hatte sie eine Idee: „Ich habe mir dann gedacht, dass ich ja versuchen könnte, ihm ein Autogramm zu besorgen. Nachdem der nette ÖFB (Österreichischer Fußballbund, Anm.)- Präsident Leo Windtner auch aus St. Florian stammt wie wir, habe ich ihm kurzerhand geschrieben, ihm die Situation geschildert und ihn gebeten, dass er Alexander vielleicht ein Autogramm besorgen könnte“. Von Arnautović sollte es deshalb sein, weil er laut Alexander viele Tore schieße und der Fußballspieler sage, was er sich denke, auch wenn es nicht immer bei allen gut ankommen würde. Heute sei man transparent und müsse sich jede Meldung gut überlegen, habe der Junge laut seiner Mutter angemerkt.
Bianca Dorner hatte Glück mit ihrer Bitte. Leo Windtner meldete sich ungefähr eine Woche später. Er hatte nicht nur eine persönlich signierte Karte von Marko Arnautović, sondern auch ein Nationaltrikot mit den Unterschriften aller Spieler der österreichischen Fußballnationalmannschaft organisiert.
Platz neben eigenen Pokalen und Medaillen
Die Freude bei Alexander war groß. Er konnte seine Verletzung kurz vergessen und hat dem Autogramm sowie dem Trikot bereits einen Ehrenplatz zugewiesen. Beide befinden sich auf einer großen Wand neben einem Trikot von Radprofi Lukas Kaufmann sowie eigenen Pokalen und Medaillen, die der Junge wie berichtet vor allem im Radsport erhielt. Fußball spielt Alexander hobbymäßig seit der Volksschule, früher hatte er mehrmals pro Woche Training. „Man sieht: Fragen kostet nichts und auch die Prominenz hat Herz und Verständnis“, freut sich Bianca Dorner. Ihr Sohn, der aufgrund des Wechsels in die HTL im nächsten Schuljahr wohl weniger Zeit für Fußball und anderen Sport haben wird, bedankte sich per E-Mail bei Leo Windtner.


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