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Biohof Hofmann: "Spargelsaison startet heuer verhalten"

Michaela Primessnig, 27.04.2022 08:46

ENNS/LINZ-LAND. Vor zwei Jahren haben Michaela und Rudolf Hofmann den landwirtschaftlichen Betrieb seiner Eltern übernommen. Auf rund 6,5 Hektar bauen sie grünen und weißen Spargel an. Seit gut einer Woche kann der grüne Spargel geerntet werden, auch der weiße Spargel steht in den Startlöchern und ist bereits erhältlich.

Rudolf und Michaela Hofmann bei der Ernte am Spargelfeld. (Foto: Primeßnig)
Rudolf und Michaela Hofmann bei der Ernte am Spargelfeld. (Foto: Primeßnig)

Seit über 20 Jahren wird am Betrieb der Familie Hofmann bereits Spargel angebaut. Rudolfs Eltern Maria und Rudolf gehörten zu den Pionieren in Oberösterreich. Vor drei Jahren wurde die Landwirtschaft auf Bio umgestellt und vor zwei Jahren haben Michaela und Rudi das Ruder übernommen.

Rund um Ostern konnten heuer die ersten Spargelstangen geerntet werden. „Es war heuer recht bald warm, aber die Nachttemperaturen blieben niedrig, deshalb ist die Saison heuer sehr verhalten angelaufen“, erklären Michaela und Rudolf Hofmann im Tips-Gespräch.

Folien als Frostschutz?

Am Tag liebt der Spargel über 20 Grad, in der Nacht sollte die Temperatur zumindest im zweistelligen Bereich liegen. „Die Bodentemperatur macht es aus, dort brauchen wir die Wärme und Spargel braucht auch viel Feuchtigkeit.“ Aufgrund der stark schwankenden Witterungsverhältnisse haben sich die Hofmanns entschieden, Folientunnel einzusetzen. „Uns geht es dabei nicht um eine frühere Ernte, sondern wir wollen den Spargel vor dem Frost schützen“, so Rudolf Hofmann. Damit gehen die Hofmanns einen anderen Weg als etwa Karl Ferdinand Velechovsky vom Nussböckgut in Leonding, der bewusst auf Folien verzichten möchte. „Wir sind auch nicht überzeugt davon, aber es wäre nicht anders möglich, deshalb tun wir uns den Mehraufwand an, weil wir damit einen größeren Ernteausfall verhindern wollen.“

Würde das beliebte Gemüse nämlich Frostschäden erleiden, müsste alles über der Erde abgeschnitten und entsorgt werden. „Was er nicht wächst, holt er auch leider später nicht mehr auf, der Spargel hat natürliche Zyklen und das Wetter beeinflusst diese noch zusätzlich“, erklärt Hofmann.

„Jeder will der Erste sein“

Die Nachfrage jetzt am Anfang der Saison ist besonders groß. Die Kunden haben schon sehnsüchtig auf die ersten Spitzen gewartet. „Leider sieht der Konsument oft nicht, was dahinter steht, die Natur können auch wir nicht beeinflussen, aber jeder hört vom Spargel und möchte ihn als Erster haben“, so die Hofmanns. Diese Woche kann nun auch der weiße Spargel (der unter der Erde wächst) geerntet werden. „Bei uns macht der ungefähr 15 Prozent aus. Beliebter ist der grüne Spargel, weil er durch die Sonneneinstrahlung einfach geschmacksintensiver ist“, weiß Michaela Hofmann. Je nachdem, wie man das Gemüse verarbeiten möchte, gibt es Spargel in verschiedenen Stärken. Je dicker die Stangen, umso besser sind sie zum Garen im Ganzen oder auch für Spargel-Cordon bleu geeignet, je dünner, umso besser lassen sie sich schneiden und auch wunderbar für Salatgerichte einsetzen. Erhältlich ist das Saisongemüse im Hofladen in der Samesleitner Straße 1. Alle Infos über den Betrieb und die Öffnungszeiten: biohofmann.at


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