Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

ENNS. Noch eine Woche Ferien, dann beginnt am 12. September wieder die Schule. Auch für Ingrid Zocher und ihre 23 Kollegen beginnt in Enns der Lotsendienst. Elf Frauen und 13 Männer, ausgestattet mit Warnweste und Kelle, sind für die Sicherheit der Schüler in Enns zuständig.

Ingrid Zocher sorgt für einen sicheren Schulweg. (Foto: Wolfgang Simlinger)
  1 / 4   Ingrid Zocher sorgt für einen sicheren Schulweg. (Foto: Wolfgang Simlinger)

Ein Zebrastreifen in der Ennser Rennerstraße in einer Woche werden hier die Ennser Volksschüler die Straße überqueren. Gerade für die Erstklassler ist der Schulweg eine besondere Herausforderung. Um den Kleinen ein gefahrloses Überqueren der Straßen zu ermöglichen, sind in Enns zwei Schülerlotsen-Teams im Einsatz. Die Straßenübergänge in der Stadlgasse werden von zwei Lotsen gesichert, in der Rennerstraße unterhalb der Post ist eine Person für die Sicherheit zuständig. Die Polizei sichert den Fußgängerübergang beim Kreisverkehr unterhalb der Volksschule ab.

Lotsendienst ist Ehrenamt

Ingrid Zocher ist eine von insgesamt 24 ehrenamtlichen Lotsen, die in Enns ihren Dienst verrichten. Jeweils eine halbe Stunde am Morgen und eine halbe Stunde zu Mittag sind die Lotsen im Einsatz. „Grundsätzlich sind die Autofahrer diszipliniert und fahren langsam“, erklärt Zocher. Nur ab und zu kommt es auch zu gefährlichen Situationen, wenn Autofahrer zu schnell fahren oder mit dem Handy telefonieren.

In Enns wird der Lotsendienst überwiegend von Pensionisten verrichtet. Nach einer kurzen Einschulung durch die Polizei kann man, ausgestattet mit Warnweste und Kelle, den Dienst als Schülerlotse verrichten. „Meistens sind es zwei bis drei Tage pro Schulmonat, an denen man als Lotse an einem der beiden Fußgängerübergänge für Sicherheit sorgt“, erklärt Zocher. Unter den Lotsen herrscht ein guter Zusammenhalt. Fällt jemand kurzfristig aus, wird in einer eigenen WhatsApp-Gruppe Ersatz gesucht. Alle Schülerlotsen verrichten den Dienst ehrenamtlich ohne Bezahlung.

Es ist aber nicht immer einfach, genügend engagierte Freiwillige zu finden, die den Dienst als Schülerlotsen versehen. Wer sich als Lotse engagieren und mithelfen möchte, kann sich bei Ingrid Zocher unter 0664/1236351 melden.

Die letzten Meter zu Fuß

Die Schulen in Enns sind zentral gelegen und viele Schulkinder kommen hier nach wie vor zu Fuß in die Schule. Manche kommen auch mit dem Fahrrad oder dem Mini-Scooter. Aber auch das Elterntaxi erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Das bequeme Absetzen der Schulkinder ist aber auch eine Gefahrenquelle. Durch das Zufahren, Umkehren und Zurückschieben im unmittelbaren Schulbereich ergeben sich immer wieder Gefahrensituationen. Vor der Ennser Volksschule wurde daher für gewisse Zeiten ein Fahrverbot verhängt.

Um einen Verkehrsstau vor den Schulen zu vermeiden, wurden bereits vor einigen Jahren im Nahbereich der Schulen Elternhaltestellen eingerichtet. Die Haltestellen am Parkplatz bei der freiwilligen Feuerwehr und in der Lorcherstraße ermöglichen ein gefahrloses Aussteigen. Auch am Dr.-Marckhgott-Platz besteht die Möglichkeit, das Fahrzeug abzustellen und das Kind zur Schule zu begleiten.

Schulweg vorher üben

Besonders für die Taferlklassler ist es wichtig, den Schulweg frühzeitig zu üben. Die letzten Ferienwochen bieten Gelegenheit, dass die Eltern den Schulweg mit den Schülern gemeinsam gehen und die Kinder auf die Gefahren am Schulweg aufmerksam machen.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden