ENNS. Am Ennser Hauptplatz galt zu Silvester das Motto „Gemeinsam rein ins neue Jahr“.
Der Ennser Hauptplatz kann vieles. Aber an solchen Abenden zeigt er seine beste Seite: Er wird zum Treffpunkt. Man kommt kurz vorbei, bleibt doch länger, trifft Leute, prostet sich zu – und merkt, dass Jahreswechsel am schönsten sind, wenn man sie teilt. Genau dafür steht die Silvesterfeier der TSE (Tourismus & Stadtmarketing Enns GmbH) – gemeinsam getragen von der Stadtgemeinde Enns, dem Ennser Tourismusverein und dem Ennser Wirtschaftsverein. Ein unkomplizierter Start ins neue Jahr, mitten in der Stadt, für alle, die Lust auf Atmosphäre haben.
Flexibilität
Heuer hatte der Abend zusätzlich eine zweite Botschaft: Wenn draußen gefeiert wird, braucht es Flexibilität – und die hat Enns geliefert. Ein Programmpunkt musste kurzfristig adaptiert werden: Kayla Krystin sagte ihren Auftritt krankheitsbedingt einen Tag vor der Veranstaltung ab. Dafür sprang Emely Myles, Finalistin von The Voice of Germany, ein – und setzte musikalisch ein klares Highlight.
Kälte und Sturm
Auch das Wetter wollte mitreden. Kälte und Sturm machten es nicht gerade gemütlich, und sie beeinflussten auch die Besucherzahl. Trotzdem war am Hauptplatz genau das spürbar, worum es bei dieser Feier geht: ein gemeinsamer Moment, gute Stimmung, ein Platz voller Leben – solange es die Bedingungen zuließen. Aus dem Organisationsteam heißt es offen, man hätte sich mehr Gäste gewünscht. Gleichzeitig war klar: Sicherheit geht vor. Wegen des starken Winds musste das Feuerwerk abgesagt werden.
Feuerwerk abgesagt
Das Entscheidende ist aber nicht, dass man das Feuerwerk abgesagt hat. Sondern wie. Transparent, verantwortungsvoll, ohne Drama. Wer Events im öffentlichen Raum organisiert, spielt nicht „auf Risiko“, sondern übernimmt Verantwortung – für Gäste, Mitwirkende und alle, die im Hintergrund mitarbeiten. Und ja: Sicherheitsauflagen, etwa beim Brandschutz, gehören inzwischen dazu. Man plant mit – und man entscheidet im Zweifel richtig. Warum das notwendig ist, konnte man an zahlreichen Negativbeispielen in der Presse lesen.
Gastronomie zufrieden
Trotz der Bedingungen gab es auch ein positives Fazit aus der Gastronomie: Der Abend war für die beteiligten Betriebe zufriedenstellend.
Und das ist ein gutes Zeichen, weil es zeigt: Der Hauptplatz funktioniert als Ort fürs gemeinsame Feiern – auch wenn der Winter heuer seine kräftigere Seite gezeigt hat.
Unterm Strich war es ein Jahreswechsel, der nicht perfekt sein musste, um gut zu sein.
Musik, Begegnungen, ein starkes Einspringen auf der Bühne – und ein Organisationsteam, das flexibel bleibt, wenn’s nötig ist. Genau so entsteht Vorfreude: auf das nächste Jahr, auf den nächsten Anlauf – und auf einen Hauptplatz, der wieder zeigt, wie schnell aus einer Stadt ein Wir wird.
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