Neues Denkmal in Enns gedenkt der Opfer des Todesmarsches vom April 1945
ENNS. Das Mauthausenkomitee errichtet an der Kreuzung B1/Wienerstraße ein Denkmal in Erinnerung an die Opfer der Todesmärsche vom April 1945.

Die Stadt Enns war im Frühjahr 1945 zentraler Ort für unzählige Vertreibungs- und Fluchtrouten. Zigtausende Menschen - Zwangsarbeiter und KZ-Häftlinge - wurden auf dem Todesmarsch unter heute unvorstellbaren Bedingungen und Gräueltaten vorbei getrieben, viele von ihnen auf dem Weg ermordet. Das Denkmal wird nicht nur auf die Opferzahlen hinweisen, sondern auch auf die Geschichte des Juden David Hersch, der von der Familie Friedmann in Kristein gerettet wurde.
Erinnerung erhalten
Das Denkmal wird künstlerisch von Gerhard und Karl Riedl konzipiert. Das Mauthausenkomitee Enns hat gemeinsam die Gestaltung erarbeitet. Nun geht es schrittweise in die Umsetzung, unter anderem mit Unterstützung der Firma Poschacher und der Stadtgemeinde Enns. Die Gruppe ist ein Personenkomitee von zeitgeschichtlich interessierten Menschen aus Enns, die die Erinnerung an die Ereignisse der NS-Zeit aufrecht erhalten möchte.


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