Gedenkefeier im Zeichen der Zivilcourage
ST. VALENTIN. Zum 25. Mal lädt die Gemeinde St. Valentin zur Gedenkfeier anlässlich des Jahrestages der Befreiung der Häftlinge des ehemaligen Nebenlagers des KZ Mauthausens.

Anlässlich des 78. Jahrestages der Befreiung der Häftlinge des ehemaligen Nebenlagers des KZ Mauthausens findet am Anna-Strasser-Platz in Herzograd eine Gedenkfeier mit Kranzniederlegung statt.
Zivilcourage
Zum heurigen Thema „Zivilcourage“ referieren die Politologin Kathrin Stainer-Hämmerle, Dozentin Brigitte Bailer-Galanda und Dechant Rupert Grill.
Als Beispiel für Zivilcourage kann Anna Strasser (1921–2010) genannt werden, nach der der Platz des Gedenkens benannt wurde.
Strasser war eine Widerstandskämpferin, die sich auch nicht scheute, sich offen mit Nazi-Schergen anzulegen. Nahe ihrer Dienststelle im Lagerhaus Mauthausen und später im Nibelungenwerk St. Valentin war Strasser Zeugin der Gräueltaten. Sie versorgte die Gefangenen mit Lebensmitteln. Am 11. November 1944 wurde sie von der Gestapo verhaftet. Sie entging knapp dem KZ Ravensbrück und kam ins Arbeitserziehungslager Oberlanzendorf. „Ich habe nur überlebt, weil der Krieg rechtzeitig zu Ende war“, erzählte sie.
„Tatsachenbericht März 1938 – Mai 1945“
Im Jahr 1982 verfasste sie die Broschüre „Tatsachenbericht März 1938 – Mai 1945“, die sie an Interessierte verteilte und in der sie ihre Erlebnisse und Beobachtungen beschreibt. Diese Broschüre kann von der Homepage der Stadt Sankt Valentin heruntergeladen werden.
Die Gedenkfeierlichkeiten werden von den Schülern der IMS Langenhart und der Musikgruppe Kurasch feat. Monika Müksch mitgestaltet.


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