Energieexperte Jürgen Meinhart: „Jeder Einzelne kann etwas für die Energiewende tun“

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Thomas Lettner Thomas Lettner, Tips Redaktion, 18.11.2019 13:38 Uhr

ENNS. Fachreferent Jürgen Meinhart stellte auf Einladung der ÖVP im Ennswerk Gründe für die Notwendigkeit einer Energiewende vor und riet, unbedingt für das Horrorszenario „Blackout“ vorzubeugen.

Als Energiewende wird der Übergang von der nicht-nachhaltigen Nutzung von fossilen Energieträgern sowie der Kernenergie zu einer nachhaltigen Energieversorgung mittels erneuerbarer Energien bezeichnet. Der Großteil des Energieverbrauchs, so Meinhart, werde durch den motorisierten Verkehr und die Beheizung von Gebäuden verursacht. Eine Energiewende sei nötig, um den Energieverbrauch zu senken und die Energieeffizienz zu erhöhen. Wichtig sei sie auch, um den Klimawandel einzudämmen.

Kein Reichweiten-Problem bei E-Autos

Durch Nutzung von Öffis, Elektromobilität und dem Forcieren von erneuerbarer Wärme könne jeder Einzelne etwas für die Energiewende tun. Durchschnittlich fahre der Österreicher 60 bis 80 Kilometer am Tag. Das vielzitierte Reichweitenproblem sieht Meinhart bei E-Fahrzeugen daher nicht. Laut dem VCÖ (Verkehrsclub Österreich) wurden heuer mit 1.338 E-Pkw um 55 Prozent mehr in den ersten zehn Monaten neu zu gelassen, als in den ersten zehn Monaten des Vorjahres. E-Autos werden vor allem zu Hause geladen. Derzeit würden allerdings rechtliche Hürden im Wohnrecht auf Bundesebene den Ausbau der E-Ladeinfrastruktur in Wohnhausanlagen behindern. Der VCÖ sieht die kommende Bundesregierung daher gefordert, das Wohnrecht rasch zu reformieren.

Energie durch PV-Anlagen

Derzeit sei Österreich noch ein Stromimportland, das überwiegend Kohle- und Atomstrom importiert. Die Eigenstromproduktion müsse gesteigert und die Menschen durch die Erzeugung von Ökostrom zu Prosumern, also zu Verbrauchern und Produzenten in einem werden, so Meinhart. Möglich wäre dies durch PV-Anlagen. Lange habe es das Hemmnis gegeben, dass der tagsüber gesammelte überschüssige Strom billig verkauft und nachts teuer zugekauft werden musste.

Verbindung mit E-Mobilität

Eine Lösung biete eine Community mit virtuellem Speicher. „Produzenten bekommen so ihren Strom 1:1 zurück. PV-Anlagen können auch gut mit der E-Mobilität verbunden werden“, so Meinhart.

Große Gefahr Blackout

Abschließend sprach der Fachreferent noch über Gründe und die hohe Wahrscheinlichkeit für einen Blackout und wie wichtig daher eine sinnvolle Vorsorge und eine autonome Stromerzeugung sind.

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