Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt
tips.at als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen

Kritik an Härtefonds: "Die Unternehmer sind zu reinen Bittstellern geworden"

Thomas Lettner, 31.03.2020 06:00

OÖ/ENNS. Der Ansturm der von der Corona-Krise getroffenen EPUs, Kleinunternehmer und Selbständigen auf den Härtefonds der Regierung war seit dem Start am Freitag groß, die Aufregung bei vielen Betroffenen ebenso. Nachverhandlungen sollen nun verhindern, dass etwa Mehrfach-Versicherte aus dem Fonds fallen.

Seit Freitag kann man sich für den Härtefonds anmelden. Symbolfoto: Wodicka
Seit Freitag kann man sich für den Härtefonds anmelden. Symbolfoto: Wodicka

Eine Milliarde Euro stellt die Regierung als Soforthilfe zur Verfügung, auf dem Portal der Wirtschaftskammer kann man sich seit vergangenem Freitag dafür anmelden. Die ersten Auszahlungen sollen bereits Anfang dieser Woche auf den Konten landen, dies sollen erst 1.000 Euro, danach über drei Monate hinweg bis zu 6.000 Euro sein. Alleine in den ersten drei Tagen trudelten in Oberösterreich 7.623 Anträge ein, zur Auszahlung freigegeben und überwiesen wurden inklusive Sonntag 6.451 Anträge.

Gesetz eine Farce

Doch schon in den ersten Tagen wurde klar, dass der Rettungsschirm seine Löcher hat, manche durch unscharfe Kriterien aus dem Fonds fallen. So trifft es etwa Mehrfachversicherte oder all jene, die erst in diesem Jahr mit ihrem Einpersonen- oder Kleinunternehmen starteten. „Besonders für Jungunternehmer und diejenigen, die in den letzten Jahren investiert haben, ist das Gesetz eine Farce. Die Unternehmer bleiben unter dem Strich auf ihren Kosten sitzen“, meint der Ennser Gastronom Harald Ullmann. Die Details des Gesetzes seien noch schwammig formuliert. Ein großes Problem sei auch die ausufernde Bürokratie. „Man muss furchtbar viele Formulare ausfüllen. Die Unternehmer sind zu reinen Bittstellern geworden“, so Ullmann. Noch am Wochenende kündigte die Regierung Nachverhandlungen an. Ein zusätzlicher Notfall-Härtefonds soll sich um alle kümmern, die laut den geltenden Bedingungen leer ausgehen.

Doris Hummer fordert Nachbesserung

Auch von Oberösterreichs Wirtschaftskammer-Chefin Doris Hummer kam bereits der Ruf nach Nachbesserungen: „Der Kreis der Anspruchsberechtigten muss auch auf Gründer und auf schon länger bestehende Betriebe erweitert werden. Wurde nämlich kräftig investiert, so kann der Gewinn zuletzt auch unter jenen 5.527 Euro gelegen haben, die zurzeit als Mindestgrenze für Anspruchsberechtigte festgelegt sind. Diese Grenze gehört beseitigt.“


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden


Weitere Beiträge

Holzkompetenzzentrum in St. Florian in Vollbetrieb

Holzkompetenzzentrum in St. Florian in Vollbetrieb

ST. FLORIAN. Die Holzgroßhändler J. u. A. Frischeis (JAF) haben den Betrieb des Holzkompetenzzentrums am neuen Standort in St. Florian vollständig ...

Tips - total regionalNorbert Mottas
Leserbrief zum Thema Donaubrücke Mauthausen

Leserbrief zum Thema Donaubrücke Mauthausen

Hans Peter Schausberger verfasste einen Leserbrief zum Thema Donaubrücke Mauthausen

Tips - total regionalNorbert Mottas
„Green Events“ im Bezirk Linz-Land

„Green Events“ im Bezirk Linz-Land

LINZ-LAND. Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder empfiehlt, beim Feiern auch an die Umwelt zu denken und propagiert das Projekt „Green ...

Tips - total regionalNorbert Mottas
Entscheidung zur Donaubrücke Mauthausen am 22. Dezember

Entscheidung zur Donaubrücke Mauthausen am 22. Dezember

MAUTHAUSEN/WESTWINKEL.  Am 22. Dezember verhandelt das  Bundesverwaltungsgericht in Wien über Beschwerden gegen den positiven Umweltverträglichkeitsbescheid.  ...

Tips - total regionalNorbert Mottas
Ennsdorf passt Kindergartenbeiträge mit 1. März 2026 gesetzeskonform an

Ennsdorf passt Kindergartenbeiträge mit 1. März 2026 gesetzeskonform an

ENNSDORF. Mit 1. März 2026 werden die Kindergartenbeiträge in Ennsdorf angepasst. Während die FPÖ Kritik äußert, betont die SPÖ, dass ...

Tips - total regionalMaya Lauren Matschek
In Kronstorf entsteht ein Verteilzentrum um 230 Millionen Euro

In Kronstorf entsteht ein Verteilzentrum um 230 Millionen Euro

KRONSTORF. Im Ortsteil Winkling entsteht auf 43.000 Quadratmetern ein neues dm Verteilzentrum, das im Sommer 2028 in Betrieb geht.

Tips - total regionalNorbert Mottas
Weitere Beiträge