Bürgerinitiative fordert Lösungen für Verkehrsproblematik in Ennser Innenstadt

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Thomas Lettner Thomas Lettner, Tips Redaktion, 04.08.2020 18:00 Uhr

ENNS. Die „Bürgerinitiative für ein lebenswertes Enns“ kritisiert den starken Pkw-Durchzugsverkehr und Lkw-Verkehr durch die Ennser Innenstadt. In einem offenen Brief wandte man sich an die oberösterreichische und niederösterreichische Landesregierung. Auch alle Ennser Parteien wurden informiert.

Der massive Pkw-Zubringerverkehr aus Niederösterreich und aus der Region Steyr Richtung Ennshafen, so der Vorwurf der Bürgerinitiative, würde die Bewohner im Wohn- und Erholungsgebiet Reintal und in der Schäferhofsiedlung gefährden. Die Wohnsiedlungsstraßen Zeltwegstraße und Mauthausnerstraße sollten daher ausschließlich den Anrainern vorbehalten sein und müssten zurückgebaut werden. Der Pendlerzubringerverkehr müsse auf die Umfahrungen und den neuen Zubringer umgeleitet und die 30 km/h-Zone mit fixen Radarstationen kontrolliert werden. Die Bürgerinitiative fordert außerdem eine generelle 3,5 Tonnen-Durchfahrtssperre (außer Quell- und Zielverkehr) im Ennser Stadtgebiet.

Keine fixen Radarstationen

Eine entsprechende, von der Behörde verordnete Beschilderung untersagt dem Schwerverkehr, welcher den Ennshafen zum Ziel hat, die Durchfahrt in der Zeltwegstraße und in der Mauthausner Straße, heißt es vonseiten der Stadt Enns. Fixe Radarstationen in Enns werden allerdings von der Bezirkshauptmannschaft nicht genehmigt. Bezüglich einer 3,5 Tonnen-Durchfahrtssperre seien von der Stadtgemeinde bereits mehrere Anfragen erfolgt. Die BH Linz-Land und der zuständige Sachverständige des Landes OÖ hätten diesem Anliegen aber nicht stattgegeben.

Zubringer würde Anrainer in Ennsdorf belasten

Die Bürgerinitiative sieht nicht nur die Stadt Enns in der Pflicht, sondern auch das Land Oberösterreich und Niederösterreich. Zum einen wird eine Öffnung der A1-Autobahnhilfsauffahrt in Kötting zwischen Ennsdorf und St. Valentin für den Verkehr Richtung Linz gefordert, zum anderen eine querungsfreie Anbindung bei der Kreuzung Kristeiner Straße/Umfahrung Asten-Enns. Bei der Auffahrt in Kötting handelt es sich laut einer Stellungnahme des NÖ Straßendienstes nicht um eine Hilfsauffahrt, sondern um eine Betriebsumkehr der ASFINAG. Eine Öffnung für den allgemeinen Verkehr sei kontraproduktiv, denn sie würde die St. Valentiner Straße durch Ennsdorf zu einem Autobahnzubringer umfunktionieren und die Anrainer massiv belasten.

Nicht jeder Wunsch kann erfüllt werden

Bei der Kreuzung Kristeiner Straße/Umfahrung Asten-Enns kann es je nach Verkehrslage beim Linksabbiegevorgang auf die B1 situationsbedingt zu kürzen Wartezeiten kommen, heißt es aus dem Büro von Landesrat für Infrastruktur Günther Steinkellner (FPÖ). Es existieren Machbarkeitsanalysen, welche eine Verbesserung der Ist-Situation über einen Beschleunigungsstreifen beinhalten. Diese hätten aber noch keinen Detailplanungscharakter. Aufbauend auf der Machbarkeitsanalyse soll eine Kostenevaluierung erfolgen. „Das zur Verfügung gestellte Steuergeld muss mit Sorgfalt und Effektivität eingesetzt werden. Deshalb kann leider nicht jeder straßenbauliche Wunsch erfüllt werden“, so Steinkellner.

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