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Dialogtour durch Kindergärten: Bedürfnisse der Kinder und Pädagogen im Fokus

Michaela Primessnig, 25.04.2022 08:57

ST. FLORIAN. Vergangene Woche war Landeshauptmann-Stellvertreterin Christine Haberlander im Rahmen ihrer Dialogtour in St. Florian zu Gast, um mit Pädagoginnen über ihre tägliche Arbeit, über Bedürfnisse und Chancen zu sprechen.

Bürgermeister Bernd Schützeneder, LH-Stv. Christine Haberlander, Stiftspfarrer Werner Grad und Kindergartenleiterin Martina Grasböck (Foto: Land Oö/Grilnberger)

„Wie im Jänner von mir angekündigt, findet nun die Phase intensiver Beratungen mit allen beteiligten Systempartnern statt. Ziel muss sein, gemeinsam Überlegungen anzustellen, wie wir alle in unseren jeweiligen Zuständigkeitsbereichen Akzente für eine Verbesserung der Personalsituation in den Kinderbildungs- und –betreuungseinrichtungen setzen können. Dafür bedarf es einer ganzheitlichen Betrachtung des Themas. Ein einziger Runder Tisch ist zu wenig. Es braucht mehrere Gesprächsrunden auf den verschiedensten Ebenen um die unterschiedlichen Sichtweisen, Blickwinkel und Zugänge zu bündeln. Nur so kann ein bestmögliches Ergebnis erzielt werden“, so die aus Enns stammende Bildungsreferentin Christine Haberlander.

Feedback direkt einholen

Der Besuch und Austausch mit dem Team des Kindergartens St. Florian war nun der nächste Halt auf der Dialogtour der LH-Stellvertreterin. In einem persönlichen Gespräch mit der Leiterin und dem Personal vor Ort wurden aktuelle Herausforderungen sowie Anliegen für die Zukunft diskutiert. „Mir ist der direkte Kontakt mit dem Personal der Kinderbildungs- und -betreungseinrichtungen sehr wichtig. Einerseits um mich auch persönlich für die geleistete Arbeit in der herausfordernden Zeit der Pandemie zu bedanken und andererseits, um mich aus erster Hand zu informieren, wo der Schuh drückt und wo es bei möglichen Verbesserungen anzusetzen gilt. Bei diesem Gespräch konnte ich mir direktes Feedback holen, das ich für die Verhandlungen mit dem Bund zur neuen 15a B-VG Vereinbarung und für die weiteren geplanten Gespräche mitnehmen kann“, hält Haberlander fest.

„Es ist erfreulich zu sehen, dass unser Feedback vor allem in Hinblick auf die Personalsituation und die Ausbildungsmöglichkeiten nicht im Sand versickert, sondern gehört werden und hoffentlich in Zukunft für Verbesserungen sorgen werden“, sagt Martina Graßböck, Leiterin der Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtung St. Florian. „Das beste Gefühl dafür, wo tatsächlich der Schuh drückt und wo es anzusetzen gilt, um bestehende Herausforderungen zu lösen, haben immer noch die Pädagoginnen und Pädagogen vor Ort in den Einrichtungen“, ist auch Bürgermeister Bernd Schützeneder überzeugt.

Verbesserungen für Pädagogen gefordert

Im Zuge der Verhandlungen mit dem Bund setzt sich das Land Oberösterreich besonders für die verstärkte Ausbildung des notwendigen Personals ein: „Wir brauchen in vielen Bereichen Verbesserungen, um mehr Menschen für diesen erfüllenden und sinnstiftenden Beruf zu begeistern – und jene bestmöglich zu motivieren, die ihn bereits ergriffen haben“, so Haberlander. „Der heutige Besuch hat mir gezeigt, dass viel Engagement und ein positiver Blick in die Zukunft beim Personal vorhanden ist. Dafür danke ich, da es für die Motivation neuer Mitarbeiter sehr wichtig ist, den Beruf nicht schlechter darzustellen als er ist.“

Die budgetäre Entwicklung in diesem Zeitraum zeigt klar, dass der Kinderbildung- und -betreuung immer mehr Mittel zur Verfügung gestellt werden. Waren es im Jahr 2018 noch 221 Millionen Euro, so sind 2021 bereits 239 Millionen Euro zur Verfügung gestanden. 2022 erfolgt eine erneute Steigerung auf 256 Millionen Euro, das entspricht einer Steigerung von 17 Millionen Euro bzw. sieben Prozent zum Vorjahr.


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