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ESTERNBERG. In eine Sprache „hineinschnuppern“ und dabei von den „native speakers“ auch viel über Land und Leute in deren Heimat erfahren: Das erleben die Schüler der Neuen Mittelschule Esternberg beim „Tag der Sprachen“, der schon seit mehr als zehn Jahren ein Fixpunkt am Beginn des neuen Schuljahres ist.

Nicht nur die Sprache, sondern auch fremde Kulturen lernen die Kinder kennen.
Nicht nur die Sprache, sondern auch fremde Kulturen lernen die Kinder kennen.

„Durchs Reden kommen die Leute zusammen“, ist Elke Dorfer überzeugt. Die Esternberger Lehrerin hat diesen Tag nun schon zum zwölften Mal organisiert. Aus einem Angebot von sieben Fremdsprachen, Latein, der Gebärdensprache und zwei Tanzworkshops können die Kinder je nach Interesse drei auswählen. Finnisch, Farsi, Arabisch, Russisch, Portugiesisch, Italienisch und Spanisch werden von Referenten unterrichtet, die diese Sprachen als Muttersprache gelernt haben. Ganz wichtig ist Elke Dorfer, dass die Kinder erfahren können, wie schön, aber auch wie schwer es ist, eine Sprache zu erlernen. „Sie entwickeln dabei auch so ganz nebenbei ein besseres Verständnis für die ausländischen Mitbürger, die sich mit Deutsch schwer tun“, sagt Elke Dorfer, „nur wenn wir Verständnis und Liebe für einander entwickeln, bringt uns das weiter.“

Manche der Workshop-Leiter sind „Referentinnen der ersten Stunde“ und schon vom ersten Sprachentag an mit dabei, andere sind erst vor Kurzem als Flüchtlinge nach Österreich gekommen. In den Unterricht fließen daher auch deren Erfahrungen und natürlich die Kultur des jeweiligen Landes ein, aus dem sie kommen. So erfahren die Kinder zum Beispiel von Alcione Peitner Wissenswertes über den Karneval in Brasilien. Elena Ahamer erklärt die russische Matrjoschka, die traditionelle Puppe, die es in Russland jetzt auch mit dem Gesicht von Promis gibt. Mit Osama Musalam schreiben die Schüler die arabischen Schriftzeichen an die Tafel und mit Leandro Barros üben sie mutig Capueira, einen brasilianischen Tanz.

Für einen interkulturellen Abschluss des Sprachentages sorgt Elke Dorfers Mann Syavash Pahlavan, der selbst aus dem Iran stammt und für die Lehrer und Referenten mit vier Schülern aus Afghanistan und Syrien orientalisch kocht.


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