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Esternberger erreicht zweiten Platz beim INNOVATIONaward der FH Wels

Elena Auinger, 12.02.2019 10:32

ESTERNBERG. 13 Absolventen der FH OÖ Fakultät Wels wurden vom FH-Förderverein Wels mit dem „INNOVATIONaward FH Wels 2019“ prämiert. Mit diesem Preis werden praxisnahe und innovative Diplom- und Masterarbeiten und Forschungsassistenten ausgezeichnet. Der aus Esternberg stammende Maschinenbau-Absolvent Lukas Koller hat mit seiner Masterarbeit in der Kategorie Technik/Maschinenbau & Werkstofftechnik den hervorragenden zweiten Platz belegt.

v.li.n.re. Bgm. Andreas Rabl, Dekan FH-Prof. Michael Rabl, Lukas Koller, Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner, FH OÖ-Geschäftsführer Gerald Reisinger, Sparkasse OÖ-Generaldirektor Michael Rockenschaub, FH-Förderverein Wels-Obmann Günter Rübig (Foto: Land OÖ/Stinglmayr)

Der 26-jährige Lukas Koller hat eine neue Simulationsmethode für Schmierfilme in Motorkomponenten entwickelt. Für seinen zweiten Platz darf sich der Esternberger über einen Preisscheck in Höhe von 1.500 Euro freuen.

Das Projekt: Schmierfilmsimulation für Motorkomponenten

Simulationen erlauben Ingenieuren einen virtuellen Blick auf das Verhalten verschiedenster Komponenten und Baugruppen. Mit Hilfe von Berechnungsmethoden können kostenintensive reale Prüfstände vermieden und die Entwicklungszeit verkürzt werden. Ein Fokus wird dabei auf die Optimierung von Motoren gelegt. Vor allem die realitätsnahe Berücksichtigung von Schmierfilmen innerhalb dynamischer Simulationen stellt eine sehr rechenintensive Aufgabe dar. Um dies zu vermeiden, bedarf es ausgefeilter Berechnungsmethoden. Diese reduzieren den Rechenaufwand bei gleichbleibender Ergebnisqualität.

Zwei Methoden entwickelt

„In meiner Masterarbeit habe ich mich mit der Implementierung neuartiger Berechnungsstrategien zur rechenzeitschonenden Berücksichtigung von Schmierfilmen in dynamischen Simulationen beschäftigt. Dabei wurden zwei Methoden entwickelt, welche auf eine Reduktion der zu lösenden Gleichungssysteme abzielen. Die neuen Berechnungsansätze wurden dabei am Beispiel des Kontakts zwischen Kolben und Zylinder eines Motors getestet. Trotz der geringeren Anzahl an Gleichungen konnte dabei die Ergebnisqualität im Vergleich zu herkömmlichen Lösungsmethoden erhalten werden“, erklärt Koller.

„Durch Einsatz der neuen Berechnungsansätze ist es möglich Schmierfilme in Motorsimulationen deutlich effizienter zu berücksichtigen. Dadurch können die Simulations- und somit auch die Entwicklungszeiten des Gesamtprodukts erheblich gesenkt werden. Zudem ist eine Verallgemeinerung der entwickelten theoretischen Zusammenhänge möglich. Somit lassen sich die Erkenntnisse auf andere Problemstellungen anwenden, wodurch sich weitere Forschung- bzw. Anwendungsgebiete ergeben“, freut sich der Esternberger.

Koller ist nun als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der FH OÖ Wels angestellt und beschäftigt sich im Zuge eines COIN-Projekts an der verteilten Simulation cyberphysikalischer Systeme. Währenddessen arbeitet er an seiner Dissertation in Kooperation mit der TU Graz.


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