„Jahr der menschlichen Herausforderungen“
FRANKENBURG. Spannend bis zuletzt blieb das Jahr 2015 für den Frankenburger Bürgermeister Hans Baumann. Die Bundesbetreuungsstelle für Flüchtlinge geht wegen der Umbauarbeiten etwas verspätet in Betrieb. Die Zahl der Asylwerber wurde, wie berichtet, auf 100 begrenzt.

Baumann koordiniert derzeit die Hilfsangebote der Bevölkerung. Von deren positivem Verhalten war er bereits zu Pfingsten angetan, als der Gemeindevorstand entschied, Kriegsflüchtlingen aus den überfüllten Zeltlagern kurzfristig ein Notquartier im Frankenburger Kulturzentrum anzubieten. Neben der Hilfsbereitschaft gab es damals aber auch viele Befürchtungen, die sich jedoch als unbegründet herausstellten. „In einem Würfelspieljahr wird in Frankenburg besonders viel von Toleranz geredet. Unsere mühsam errungenen Menschenrechte mit Leben zu erfüllen, erfordert aber auch etwas Mut“, ist Baumann überzeugt.
In seiner zweijährigen Amtszeit hat Baumann zahlreiche Verbesserungen und Erneuerungen veranlasst, von dringend nötigen Straßenbauten bis zum Marktplatz und zum barrierefreien Gemeindeamt. Auch rund 400 Kleinprojekte wurden umgesetzt: Verkehrsspiegel wurden aufgestellt, die Sicherheit für Fußgänger wurde verbessert und insgesamt wurde das Ortsbild verschönert. „Unser großer Vorteil ist die hohe Lebensqualität, die wir in Frankenburg haben“, stellt Baumann fest und denkt dabei nicht nur an die weitestgehend intakte Natur. „Mit der neuen Krabbelstube, einer zweiten Hortgruppe und altersgerechten Geräten am Spielplatz haben wir wieder einiges zur Familienfreundlichkeit unserer Gemeinde beigetragen“. Außergewöhnlich an Frankenburg sind auch die 60 Vereine und Feuerwehren, die viel zum Zusammenhalt in der Bevölkerung beitragen und das Gemeindeleben bereichern. So freut sich Baumann schon auf die zwei großen Feuerwehrbewerbe, die im kommenden Juli mehr als 20.000 Florianijünger nach Frankenburg bringen werden.


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