Mit Spendentrick auf Diebestour - weitere Opfer
FRANKENMARKT. Und wieder sind Betrügerinnen mit dem sogenannten „Spendentrick“ erfolgreich gewesen und konnten Penionistinnen bestehlen. Die Polizei warnt eingehend vor diesen Betrügerinnen.

Zuletzt bestahlen zwei junge Frauen Pensionistinnen in Frankenmarkt. Sie gaben vor, Spenden für behinderte und hörgeschädigte Kinder zu sammeln. Als eine 63-Jährige ein paar Euro aus ihrer Geldtasche holte und diese überreichte, umarmte eine der Frauen die Spenderin und stahl ihr einen 100-Euro-Schein aus der Geldtasche. Danach unterschrieb die Spenderin noch auf einer Spendenliste und ging weiter. Kurz darauf bemerkte sie den Diebstahl und erstattete Anzeige bei der Polizei.
Bei der Fahndung nach den Täterinnen bemerkten die Beamten die verdächtigen Frauen in Vöcklabruck, die vor einem Supermarkt mit dem gleichen Trick vorgingen. Die Frauen, eine 23-Jährige und eine 22-Jährige aus Rumänien, wurden vorläufig festgenommen. Auf Grund der sichergestellten Spendenliste konnte noch ein weiteres Opfer, eine 69-Jährige aus Frankenmarkt, eruiert werden. Wegen der resoluten Art der 69-Jährigen, gelang es den Verdächtigen in diesen Fall jedoch nicht, etwas zu entwenden.
Die 22-Jährige und die 23-Jährige waren nicht geständig und mussten wieder auf freien Fuß gesetzt werden. Sie werden angezeigt.
Die Polizei mahnt zur Vorsicht vor Betrügern, die vorgeben, Spenden zu sammeln und beim Eintragen in eine Spendenliste ihre Opfer bestehlen. In den vergangenen Tagen war es in Oberösterreich, besonders im Bezirk Vöcklabruck, zu ähnlichen Vorfällen gekommen. Die Vorgehensweise ist meist identisch: Oft sind es junge Frauen aus dem osteuropäischen Raum, die vor Geschäften, Banken, in Fußgängerzonen oder anderen öffentlichen Plätzen ältere Menschen mit einem Zettel bedrängen. Darin werden sie aufgefordert, für hörbeeinträchtigte Menschen bzw. Kinder zu spenden. Eine Mittäterin bedrängt die Opfer mit einer Spendenliste, in die sich die Spender eintragen sollen. Durch dieses Vorgehen abgelenkt, stiehlt eine der Frauen die Geldbörse, Handtasche oder sonstige Wertgegenstände. Auch werden die Spender „zum Dank“ umarmt, währenddessen die Opfer ebenfalls bestohlen werden.
Die Polizei ersucht, verdächtige Wahrnehmungen sofort unter Notruf 133 der Polizei zu melden!


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