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FREISTADT. Ein Unfall, eine schwere Erkrankung – durchschnittlich 12 Minuten nach der Alarmierung ist das Notarzteinsatzfahrzeug da. Heute sind Notarzt und Notfallsanitäter nicht mehr aus der Rettungskette wegzudenken. Der Notarzt-Dienst feiert dieser Tage seinen 25. Geburtstag.

Sechs Notfallsanitäter sind bereits seit der Einführung des Noarztdienst dabei. Sie wurden bei der 25Jahr-Jubiläumsfeier im Salzhof ausgezeichnet. Von links: Bezirksstellenleiter BH Alois Hochedlinger, Markus Hinterdorfer, Rudolf Haidvogel, Gerald Haider, Thomas Traxler, Klaus Stütz, Thomas Reisinger, Bezirksrettungskommandant Charles Pickering, Bezirkskommandant Urfahr-Umgebung Gerald Roth, Thomas Märzinger vom OÖ Roten Kreuz. Foto: Greindl

Eine lange Forderung aus dem Bezirk wurde am 5. Juli 1993 erfüllt: Der erste Notarztwagen im Bezirk Freistadt ging in Dienst. Als „fahrende Intensivstation“ war der NAW damals mit zwei Notfallsanitätern und einem Notarzt besetzt. Schon im ersten Jahr gab es 500 Alarmierungen. Viele Verkehrsunfälle auf der berüchtigten „Todesstrecke B 125 ließen die Verletztenzahlen durch Verkehrsunfälle in die Höhe schnellen.

Umstellung auf NEF 

„Auch wenn die Umstellung auf das Notarzteinsatzfahrzeug mit großen Diskussionen verbunden war, ist die Notwendigkeit der Änderung heute unumstritten“. sagte Rot Kreuz-Bezirksstellenleiter Bezirkshauptmann Alois Hochedlinger bei der Jubiläumsfeier im Salzhof. Der NEF, besetzt mit einem Notarzt und einem Sanitäter, hat 2004 den NAW abgelöst. Seitdem teilt sich Freistadt das Personal mit der NEF-Dienststelle Freistadt. Zwanzig Notärzte und zehn berufliche Notfallsanitäter bestreiten den Dienst, unterstützt von sechs Freiwilligen. Zu jedem Einsatz wird parallel ein Rettungswagen für den Transport mitalarmiert. Die Zahl der schweren Unfälle ist mit Inbetriebnahme der S 10 zum Glück stark zurückgegangen (siehe Infobox unten).

Neue Herausforderungen

Bei der Feier im Salzhof mit vielen Ehrengästen sprach der ärztliche Leiter Primar Ludwig Neuner auch die Herausforderungen an die NEF-Teams durch neue soziale Rahmenbedingungen an. „Besonders psychosoziale, palliativmedizinische und geriatrische Notfälle sind sehr anspruchsvoll.“ Wie der Dienstführende des Notarztstützpunkts Thomas Reisinger betonte, gibt es jedoch auch immer wieder erfreuliche Einsätze wie Geburten oder erfolgreiche Wiederbelebungen.

2017 war der NEF von 924 Einsätzen 701 Mal bei akuten Erkrankungen im Einsatz, der Rest verteilte sich auf Verkehrs-, Arbeits- und Freizeitunfälle sowie sonstige Einsätze. Im Durchschnitt dauert es 12 Minuten von der Alarmierung bis zum Eintreffen am Notfallort, informiert Thomas Reisinger, Leiter des Notarztstützpunktes. Der Einsatzradius beträgt rund elf Kilometer, der weiteste Einsatz bisher lag in 42 Kilometern Entfernung. Rund 40.000 Kilometer legten die NEF-Teams im Vorjahr unfallfrei zurück. Drei Viertel der Patienten wurden in ein Krankenhaus tranpsortiert. Der Vorteil des NEF-Systems liegt für Bezirksrettungskommandant Charles Pickering auf der Hand: „Der NEF ist schnell und der Notarzt nicht unbedingt an den Patiententransport gebunden, da diesen die parallel mitalarmierten Rettungsteams übernehmen.“ Bei der Jubiläumsfeier wurde auch ein sehenswerter Film über die Tätigkeit des Notarztteams präsentiert, der auf der Facebook-Seite des Roten Kreuzes abrufbar ist.


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