25 Jahre Notarzt-Dienst im Bezirk Freistadt
FREISTADT. Ein Unfall, eine schwere Erkrankung – durchschnittlich 12 Minuten nach der Alarmierung ist das Notarzteinsatzfahrzeug da. Heute sind Notarzt und Notfallsanitäter nicht mehr aus der Rettungskette wegzudenken. Der Notarzt-Dienst feiert dieser Tage seinen 25. Geburtstag.

Eine lange Forderung aus dem Bezirk wurde am 5. Juli 1993 erfüllt: Der erste Notarztwagen im Bezirk Freistadt ging in Dienst. Als „fahrende Intensivstation“ war der NAW damals mit zwei Notfallsanitätern und einem Notarzt besetzt. Schon im ersten Jahr gab es 500 Alarmierungen. Viele Verkehrsunfälle auf der berüchtigten „Todesstrecke B 125 ließen die Verletztenzahlen durch Verkehrsunfälle in die Höhe schnellen.
Umstellung auf NEF
„Auch wenn die Umstellung auf das Notarzteinsatzfahrzeug mit großen Diskussionen verbunden war, ist die Notwendigkeit der Änderung heute unumstritten“. sagte Rot Kreuz-Bezirksstellenleiter Bezirkshauptmann Alois Hochedlinger bei der Jubiläumsfeier im Salzhof. Der NEF, besetzt mit einem Notarzt und einem Sanitäter, hat 2004 den NAW abgelöst. Seitdem teilt sich Freistadt das Personal mit der NEF-Dienststelle Freistadt. Zwanzig Notärzte und zehn berufliche Notfallsanitäter bestreiten den Dienst, unterstützt von sechs Freiwilligen. Zu jedem Einsatz wird parallel ein Rettungswagen für den Transport mitalarmiert. Die Zahl der schweren Unfälle ist mit Inbetriebnahme der S 10 zum Glück stark zurückgegangen (siehe Infobox unten).
Neue Herausforderungen
Bei der Feier im Salzhof mit vielen Ehrengästen sprach der ärztliche Leiter Primar Ludwig Neuner auch die Herausforderungen an die NEF-Teams durch neue soziale Rahmenbedingungen an. „Besonders psychosoziale, palliativmedizinische und geriatrische Notfälle sind sehr anspruchsvoll.“ Wie der Dienstführende des Notarztstützpunkts Thomas Reisinger betonte, gibt es jedoch auch immer wieder erfreuliche Einsätze wie Geburten oder erfolgreiche Wiederbelebungen.


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