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Online Redaktion, 27.01.2023 13:09

FREISTADT. Die Polizei konnte nach umfangreichen Ermittlungen zwei Drogendealern aus Freistadt, 22 und 31 Jahre alt, das Handwerk legen. Den beiden Freunden konnte ein schwunghafter Handel mit Suchtmitteln mit einem Gesamtwert von mindestens 130.000 Euro nachgewiesen werden. Die Polizei hat 40 Abnehmer ausgeforscht.

Die beiden Drogendealer (22 und 31 Jahre alt) aus dem Bezirk Freistadt betrieben einen schwunghaften Suchtgifthandel. (Foto: Symbolfoto: Syda Productions/stock.adobe.com)

Mehrere Monate dauerten die Ermittlungen durch Beamte der Fremden- und Grenzpolizeilichen Dienststelle der Polizeiinspektion Leopoldschlag und durch Ermittler aus Freistadt, bevor zwei Suchtmittelhändler aus Freistadt im Alter von 22 und 31 Jahren ausgeforscht werden konnten. Bereits im August 2022 klickten für das Duo die Handschellen.

Schwunghafter Suchtmittelhandel

Den beiden Freunden konnte ein schwunghafter Suchtmittelhandel mit bis zu fünf Kilogramm Amphetamin, 2,5 Kilogramm Marihuana, 120 Gramm Kokain und weiteren Suchtmitteln (MDMA, LSD) und auch dem Narkosemittel Ketamin mit einem Gesamtwert von mindestens130.000 Euro nachgewiesen werden.

Gerichtsverhandlung am 1. Februar

Insgesamt konnten die Ermittler 40 Personen im Alter zwischen 16 und 35 Jahren ausforschen und vernehmen, die den Ankauf der Suchtmittel gestanden. Der 22-Jährige befindet sich derzeit in Untersuchungshaft und muss sich gemeinsam mit seinem „Geschäftspartner“, der bereits aus der Untersuchungshaft entlassen wurde, am 1. Februar 2023 am Landesgericht Linz zu seinem Handel verantworten.

Hintermann ausgeforscht

Im Zuge der Ermittlungen gegen den jungen Drogendealer konnten die Kriminalbeamten des LKA Oberösterreich einen der Hintermänner ausforschen. Bei einer durchgeführten Hausdurchsuchung konnten bei einem 39-jährigen Linzer mehrere Suchtmittel sichergestellt werden. Bei weiteren umfassenden Ermittlungen stellte sich heraus, dass der 39-Jährigeüber zehn Jahre seine verschiedenen Suchtmittel und neue psychoaktive Substanzen(Ketamin) im „Darknet“ aus dem Ausland bestellte und verschiedenen Personen aus seinem Umfeld mit Gewinnaufschlag weiterverkaufte, wobei die Bezahlung mit Überweisungen und Kryptowährung erfolgte.

Bei den anfänglichen Befragungen gestand der Besteller einen starken Eigenkonsum und vereinzelte Weitergaben. Außergewöhnlich war beim Beschuldigten, dass er das Kokain vorwiegend anal konsumierte (in der Szene wird diese Konsumart als „Booty Bomb“ bezeichnet).Auf Grund der gewonnenen Erkenntnisse und akribischer Ermittlungsarbeit der Kriminalbeamten wurde am 23. Jänner 2023 eine erneute Hausdurchsuchung sowie auch die Festnahme auf Grund einer Anordnung der Staatsanwaltschaft Linz vollzogen.

Drogen im Darknet bestellt

Wenig überraschend konnten bei dem 39-Jährigen wieder verschiedene Suchtmittel vorgefunden werden. Dem Darknet-Besteller konnte nachgewiesen werden, dass er nach der ersten Hausdurchsuchung, unbeeindruckt von den laufenden Ermittlungen, erneute Suchtmittelbestellungen getätigt hat. Der mittlerweile nicht mehr Geständige steht im Verdacht, innerhalb mehrerer Jahre etwa 18 Kilo Cannabiskraut, 3.000 LSD-Trips, 3,6 Kilogramm Kokain und 900 Stück Ecstasy-Tabletten via Darknet aus dem Ausland bestellt und große Mengen davon mit Gewinnaufschlag verkauft zu haben. Ein Teil dieser Suchtmittel sind an den 22-jährigen Freistädter gegangen.


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