Neue Leiterin des Bezirksseniorenheims Pregarten
PREGARTEN. Bewohnern, Mitarbeitern und Angehörigen ein offenes Ohr zu geben – das nimmt sich Gerda Diesenreither, neue Leiterin des Bezirksseniorenheims, vor. Die 44-jährige Unterweißenbacherin folgt dem langjährigen Heimleiter Franz Prandstätter nach.

„Ich habe viel Gutes von diesem Haus gehört und schon in meinen ersten Arbeitstagen gesehen, dass es gut geführt ist“, fühlt sich Gerda Diesenreither bereits an ihrem neuen Arbeitsplatz wohl. Sie ist künftig erste Ansprechpartnerin und verantwortlich für 82 Bewohner in vier Bereichen sowie für rund 80 Mitarbeiter.
Viele Projekte als Rüstzeug
Das Rüstzeug für ihre neue Herausforderung holte sich die gebürtige Königswiesenerin, ursprünglich als Bilanzbuchhalterin tätig, auf der Mühlviertler Alm. „Ich war Einsatzkoordinatorin beim SMB, habe das „Lebensqualität im Alter“-Projekt geleitet, die Zeitbank 55+ auf die Beine gestellt und war in der Sozialberatung tätig“, sagt die Mutter zweier Kinder (14 und 18 Jahre). Dazu kam der Aufbau des Senioren-Tageszentrums im Bezirksseniorenheim Unterweißenbach und die Leitung des Forschungsprojekts „WEGE2025“. Für die Diakonie war sie zuletzt beim Projekt „Mehr Zeller Nachbarschaft“ in Bad Zell (Tips hat berichtet) im Einsatz.
Das berufsbegleitende FH-Studium des Sozialmanagements und die Heimleiterausbildung ebneten schließlich den Weg ins Bezirksseniorenheim Pregarten. Gerda Diesenreither setzte sich im Hearing gegen sechs Mitbewerber durch. „Das Soziale ist meine Leidenschaft“, beschreibt sich die neue Heimleiterin selbst. Pregarten, im Fachjargon als „Haus der dritten Generation“ bezeichnet, sei ein offenes Haus, in dem viele Ehrenamtliche mithelfen und Angehörige und Besucher an Veranstaltungen teilnehmen. „Diese Öffnung nach außen möchte ich beibehalten und ausbauen“, formuliert Diesenreither. In den kommenden Monaten will sie allerdings zunächst „Bewohner und Mitarbeiter und die Abläufe im Heim kennenlernen“. Mit dem Tod, einem alltäglichen Gast im Seniorenheim, kann die 44-Jährige umgehen. Dabei hilft ihr die Hospiz-Ausbildung.
„Leid um den Franz“
Bezirkshauptmann Alois Hochedlinger, als Obmann des SHV Freistadt der Vorgesetzte der neuen Heimleiterin, freut sich auf die Zusammenarbeit: „Gerda hat bewiesen, dass sie Dinge angehen, umsetzen und Leute motivieren kann.“ Um Franz Prandstätter sei ihm natürlich leid. „Er hat strukturiertes Denken mitgebracht, wobei ihm seine militärische Leidenschaft zugutegekommen ist“, lobt Hochedlinger. Prandstätter habe aber auch „gut mit den Menschen gekonnt.“


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