Rettet die Regenwürmer! Online-Petition soll Weg für Kleinbiogasanlagen ebnen

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Frischgülle kann Regenwürmer verätzen und dadurch töten. Foto: Weihbold
Petra Hanner Petra Hanner, Tips Redaktion, 16.10.2016 10:23 Uhr

BEZIRK FREISTADT. Güllegeruch gehört so unweigerlich zum Landleben wie das Amen zum Gebet. Geht es nach dem Verein Regenwurmrettung mit Sitz in Grünbach, so soll das Problem mit Hilfe von Kleingasanlagen beseitigt werden, die nicht nur den störenden Geruch neutralisieren, sondern die Gülle auch für Bodenbakterien und -lebewesen ungefährlich machen. Doch die Mühlen der Behörden mahlen langsam.

Durch Frischgülle-Ausbringung – und auch Verwendung von Mineralstoffdünger – kann die oberste Bodenschicht mit ihren verschiedenen Tieren, Pilzen und Bakterienarten empfindlich gestört werden. Ziel des Vereines Regenwurmrettung ist es, vor allem Regenwürmer und andere Bodenlebewesen vor der für sie tödlichen Ätzwirkung der Rohgülle zu schützen, indem bei landwirtschaftlichen Betrieben sogenannte Vitagasmaschinen errichtet werden.

Das Prinzip

Durch Vergärung der Gülle entsteht Gas, das einen Motor antreibt, der Strom erzeugt. Ein netter Nebeneffekt ist, dass die behandelte Gülle nicht stinkt und auch nicht mehr ätzend ist. Das wirkt sich außerdem positiv auf die Fähigkeit des Bodens aus, Wasser zu speichern, denn die Regenwürmer-Gänge bilden Kleindrainagen, die wie ein Schwamm wirken. „Leider stößt das Patent unserer Vitagasanlagen auf wenig Akzeptanz bei den Genehmigungsbehörden. Bereits vor mehr als zwei Jahren wurde die Vitagasmaschine der oberösterreichischen Landesregierung vorgestellt. Seither läuft das bürokratische Verfahren“, ärgert sich Christina Rittenschober vom Verein Regenwurmrettung.

Nicht wirtschaftlich

Bei Peter Danninger in Schallersdorf (Gemeinde Neumarkt) sollte schon vor drei Jahren die Kleinbiogasanlage entstehen (Tips berichtete). Doch es scheitert an den Betriebskosten: „Ob man eine große oder kleine Anlage betreibt ist egal, die Auflagen sind die gleichen und damit auch die Kosten für Überprüfungen, etc. Das ist unwirtschaftlich.“ Das Projekt liegt nun auf Eis. Alles wartet auf eine Novellierung des Gesetzes, sodass bei den Auflagen Rücksicht auf die Größe der Anlage genommen wird. Danninger: „Das ist zwar wahrscheinlich Wunschdenken aber die Hoffnung stirbt zuletzt.

Online-Petition

Wer den Verein Regenwurmrettung auf dem behördlichen Genehmigungsweg für die einfache Kleinanlage unterstützen möchte, kann auf www.change.org die Petition “Stoppen Sie die Verätzung des Bodenlebens„ unterschreiben.

Kontakt:

regenwurmrettung@outlook.com

Bankverbindung:

BIC: RZOOAT2L11O;

IBAN AT89 3411 0000 0230 3709

Raiffeisenb. Grünbach b. Freistadt

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