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MÜHLVIERTLER KERNLAND. Beim 2. Internationalen Kongress „Gesundheitspotential Wald“ war das Mühlviertel mit dem „Waldluftbaden“ vertreten. Waldtherapie kristallisiert sich gegenwärtig als neuer Wissenschaftsbereich mit aufregenden Fragestellungen für viele Bereiche der Medizin heraus.

Beim 2. Internationalen Kongress „Gesundheitspotential Wald“ war das Mühlviertel mit „Waldluftbaden“ vertreten. Foto: Mühlviertler Kernland

Bereits heute bilden empirisch gewonnen Daten oder Pilotstudien eine wertvolle Datenbank für notwendige kontrollierte Studien, so die Einleitung zum Kongress von Professor Dr. Horst Klinkman vom Bäderverband Mecklenburg-Vorpommern. „Das bestätigt, dass wir mit unserer gesundheitstouristischen Entwicklung von Mühlviertler Waldluftbaden absolut auf dem richtigen Weg sind“, so Karl Steinbeiß. „Tagungsteilnehmer aus anderen Ländern beneiden uns um den strukturierten Aufbau mit der 1. Medizinischen Feldstudie Europas und der Zertifizierung der Gemeinden durch die Geomantische Studie als Basis für die weitere Entwicklung.“

Forschungsergebnisse international bedeutend

Erforscht und erprobt ist die internationale Herausforderung: „Neue, innovative Entwicklungen können wissenschaftlich noch nicht belegt werden, denn sonst wären sie ja nicht neu“, so Dr. Dieter Kotte von International Nature und Forest Therapy Alliance. Daher sind Ergebnisse von Entwicklungen wie Waldluftbaden international von Bedeutung. In Europa ist neben Regionen Ober- und Niederösterreichs noch Mecklenburg-Vorpommern in einem starken Entwicklungsbereich. Auch Bulgarien versucht, seine Urwälder zum Thema Gesundheit zu nutzen.

Katalonien auf gleichem Stand

Ungefähr auf dem gleichen Entwicklungsstand ist die Region Katalonien in Spanien, das war dem Vortrag des spanischen Referenten der Associació Selvan zu entnehmen. „Die Region hat so wie das Mühlviertler Kernland Ausbildungsmodule für begleitete Waldaufenthalte geschaffen. Ein Hauptaugenmerk liegt auch wie bei uns, auf minimalem Eingriff in die bestehende Natur“, so Johanna Stelzer vom Tourismusverband Mühlviertler Kernland. Brasilien und der Iran setzen sehr stark auf die Tradition der Naturvölker und die Urwälder, während Südkorea und Japan sehr stark auf die universitäre Entwicklung setzen.

Mühlviertel im Spitzenfeld

In China kümmert sich die staatliche Gesundheitsentwicklung intensiv um dieses Thema. Engelbert Auer, ein diplomierter Waldluftbademeister des ersten Lehrgangs, sieht nach diesem Kongress Mühlviertler Waldluftbaden ganz im Spitzenfeld der internationalen Entwicklung zur Waldgesundheit. Staatssekretär Dr. Stefan Rudolph aus Mecklenburg Vorpommern hat die „Kernländer“ bereits zu einem Gedankenaustausch in seine Heimat eingeladen. Beim nächsten Kongress zur Waldgesundheit im Oktober 2019 in Katalonien strebt das Mühlviertler Kernland eine Präsentation der Region an, kündigte Karl Steinbeiß an.


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