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BEZIRK FREISTADT. Alarmierende Unfallbilanz für Oberösterreich: Insgesamt 96 Menschen sind im vergangenen Jahr bei Verkehrsunfällen tödlich verunglückt. Alleine im Bezirk Freistadt waren es neun.

Neun Menschen ließen 2018 auf den Straßen des Bezirks ihr Leben.Symbolfoto: Weihbold
Neun Menschen ließen 2018 auf den Straßen des Bezirks ihr Leben.Symbolfoto: Weihbold

In keinem anderen Land ist die Zahl der Verkehrstoten so stark gestiegen wie in Oberösterreich. Insgesamt 96 Menschen, 75 Männer und 21 Frauen, sind hier laut der aktuellen Unfallstatistik des Bundesministeriums für Inneres bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen. Auffällig: Mehr als die Hälfte der Getöteten war älter als 55 Jahre. Die meisten tödlichen Unfällen ereigneten sich auf Bundesstraßen. Traurige Spitzenreiter im Bezirksvergleich sind Gmunden und Steyr-Land mit jeweils zehn Verkehrstoten. Dahinter reiht sich aber schon der Bezirk Freistadt mit neun Menschen, die 2018 tödlich verunglückt sind, ein.

Österreichweit gesehen nahm die Zahl der im Straßenverkehr tödlich Verunglückten ab: Während es 2017 insgesamt 414 Menschen waren, waren es 2018 noch 389 Menschen.

Mehr Sicherheitsmaßnahmen

Der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) fordert verstärkte Verkehrssicherheitsmaßnahmen. „So sollte auf Bundesebene endlich Handy am Steuer ins Vormerksystem aufgenommen werden. Wer mit dem Handy am Ohr telefoniert, reagiert so schlecht wie ein Alko-Lenker mit 0,8 Promille“, betont VCÖ-Sprecher Christian Gratzer. Wichtig seien außerdem verstärkte Kontrollen, um Risikolenker rechtzeitig aus dem Verkehr zu ziehen. Zudem brauche es mehr Discobusse und Anrufsammeltaxis, um die Zahl der Verkehrsunfälle von Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu reduzieren.

Damit Gemeinden diese Angebote finanzieren können, sollte ein Teil der Einnahmen aus Verkehrsstrafen dafür zweckgewidmet werden, schlägt der VCÖ vor. Und auch die Attraktivierung der öffentlichen Verkehrsmittel sei sehr wichtig, denn das Unfallrisiko mit einem Auto ist um ein Vielfaches höher als jenes mit Bahn und Bus.


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