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KALTENBERG. Wohin soll sich die Mühlviertler Alm-Gemeinde mit ihren 621 Einwohnern entwickeln? Antworten auf diese Frage hat eine Fragebogen-Aktion im Rahmen des Lokalen Agenda 21-Prozesses geliefert. „Daraus werden wir das Zukunftsprofil für Kaltenberg für das nächste Jahrzehnt ableiten“, sagt Bürgermeister Alois Reithmayr.

Für Bürgermeister Alois Reithmayr steht nicht nur die Schaffung von Bauland, sondern auch der Ausbau des Glasfasernetzes auf der Zukunftsagenda. Foto: Greindl

Der Startschuss für den Agenda-Prozess fiel im Herbst 2018 mit dem Gemeinderatsbeschluss. Die Kaltenberger bekamen via Fragebogen die Möglichkeit, den Ist-Zustand ihrer Heimatgemeinde zu beurteilen und ihre Wünsche und Bedürfnisse für die Zukunft zu nennen. 220 Fragebögen wurden persönlich ausgetragen, 160 kamen ausgefüllt retour.

Ergebnisse zufriedenstellend

Mit den Ergebnissen, die jüngst im Kaltenbergerhof der Öffentlichkeit vorgestellt wurden, können die Gemeindeverantwortlichen durchaus zufrieden sein. „Der Großteil der Gemeindebevölkerung fühlt sich im Gemeinschaftsleben wohl und schätzt das schöne Ortsbild, auch die nachbarschaftlichen Beziehungen werden vorbildlich gepflegt“, sagt Bürgermeister Reithmayr. Als gute Entscheidung empfinden die Kaltenberger die Schaffung des Nahversorgers auf Vereinsbasis. Das G“schäft steht bereits im neunten Betriebsjahr und hat mit drei Teilzeitkräften und Ehrenamtlichen sieben Tage pro Woche offen.

Intaktes Vereinsleben

Geschätzt werden auch die intakte Landwirtschaft mit hohem Bio-Anteil und das rege Vereinsleben. Viele Kaltenberger gehören gleich mehreren der rund 20 Vereine an, die das Gemeindeleben sehr bereichern. „Auch die Jugendarbeit in den Vereinen wird hochgelobt“, so der Bürgermeister. Die Anliegen der Jugend werden übrigens in einem eigenen Fragebogen erhoben. Handlungsbedarf sehen die Kaltenberger bei der Alltagsmobilität, bei der langfristigen Absicherung des Trinkwassers, beim Vermeiden von Leerstand in den Gebäuden und bei der Schaffung von Baugründen sowie beim Zuzug von Jungfamilien. Außerdem soll sich die Gemeinde in Richtung Energie-Unabhängigkeit orientieren.

Handlungsauftrag erarbeiten

„Mit den beiden Agenda-Begleitern gilt es jetzt, die Ergebnisse aus diesem Bürgerbeteiligungsprozess in einen Handlungsauftrag umzusetzen“, berichtet Reithmayr. „Was sich in diesem Prozess herauskristallisiert hat, soll geschehen, nicht nur das, was der Gemeinderat beschließt.“ Das Zukunftsprofil wird Auswirkungen auf die Prioritätenreihung von kostenintensiveren Vorhaben bei der Gemeindefinanzierung neu haben. 

Detailergebnisse der Befragung:

www.kaltenberg.at


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