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BEZIRK FREISTADT. Gerade in Krisenzeiten zeigt sich besonders deutlich, wie wichtig es ist, regionale Initiativen zu unterstützen, Arbeitsplätze vor Ort zu sichern und zusammenzuhalten. 

Regionalität bedeutet Sicherheit bei der Nahversorgung oto: Africa Studio/shutterstock.com
Regionalität bedeutet Sicherheit bei der Nahversorgung oto: Africa Studio/shutterstock.com

„Wie wichtig regionale Produzenten sind, zeigt sich gerade in der Corona-Krise: Lieferungen über die halbe Erdkugel sind alles andere als sicher. Das gilt für alle Waren und Zulieferungen, besonders aber auch bei Lebensmitteln. Regionale Produzenten und Händler sind und bleiben erreichbar, sie versorgen uns mit den wirklich wichtigen Dingen des Lebens“, sagt Dietmar Wolfsegger, Leiter der Wirtschaftskammer Freistadt.

Nahversorgung und Arbeitsplätze sichern

Bei vielen sind die Umsätze eingebrochen, aber die Fixkosten laufen weiter. „Gerade jetzt ist es wichtig, besonders auf unsere Nahversorger zu schauen, um ihnen das Überleben zu erleichtern und damit sie alle Arbeitsplätze halten können. Fallen Nahversorger weg, schwindet ein Teil unserer Lebensqualität. Das merkt man meist erst, wenn ein Geschäft oder Wirt zusperrt, also zu spät.“ Wenn schon Geschäfte geschlossen halten müssen, so sind viele Händler und Wirte bereit, Waren auch zuzustellen.

„Gerade jetzt sollte man Brot und Gebäck beim Bäcker ums Eck kaufen, so können wir die 30 Handwerksbäcker im Bezirk fördern und die Vielfalt erhalten. Wir können jetzt auch Gutscheine kaufen, beim lokalen oder regionalen Friseur, Floristen, Masseur, Schuhhändler oder bei Gastwirten. Diese bringen den regionalen Betrieben sofort Liquidität, die sie gut brauchen können“, rät Wolfsegger. Im Bezirk Freistadt gibt es 97 Lebensmittel-Einzelhändler, 30 Bäcker, zwölf Fleischer und elf Konditoren. Manche haben mehrere Standorte. Dazu gibt es im Bezirk zahlreiche Betriebe, die Produkte von regionalen Erzeugern verkaufen.

Selbstversorgung in Österreich

Für die Sicherung der regionalen Versorgung zeichen die Bauern verantwortlich. „Die österreichische Landwirtschaft deckt den Tisch und sie wird dies auch in der Krise tun. Die Selbstversorgung bei den wichtigsten Lebensmittelkategorien ist gut“, sagt Michaela Langer-Weninger, Präsidentin der Landwirtschaftskammer OÖ. Bei Getreide, Gemüse, Kartoffeln, Zucker, Wein, Bier, Rindfleisch, Schweinefleisch, Geflügel, Kuhmilch und Eiern liegt die Selbstversorgungsquote in Österreich weit über der 50 Prozent-Marke.

„Es ist wichtig, regional zu kaufen und die Niedrigpreis-Politik zu stoppen, damit die landwirtschaftlichen Betriebe erhalten bleiben. Gerade in der Krise sieht man, wie wichtig diese sind“, sagt Johannes Gahleitner, Dienststellenleiter Bezirksbauernkammer Freistadt Perg.


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