Freund mit Pistole angeschossen: Schuldspruch für Berufssoldat aus dem Bezirk Freistadt
BEZIRK FREISTADT/LINZ. „Aus Versehen“ will ein 26-Jähriger Berufssoldat aus dem Bezirk Freistadt im November 2019 auf einen Freund (26) geschossen haben. Dieser sitzt seitdem im Rollstuhl. In der Vorwoche wurde der Täter nicht rechtskräftig zu einer unbedingten Geldstrafe verurteilt.

Bei einem Treffen in einer Wohnung in Linz soll der 26-jährige Angeklagte laut Strafantrag mit seiner Glock 19, die er legal besaß, auf den Bekannten gezielt und abgedrückt haben. Er habe geglaubt, in der Waffe befinde sich eine harmlose Übungspatrone, sagte der Angeklagte vor dem Landesgericht Linz. Das scharfe Projektil jedoch durchschlug den neunten Brustwirbel des Opfers, das seit dem Unfall gelähmt ist.
Das Gericht sah es zugunsten des Angeklagten nicht als erwiesen an, dass der Berufssoldat bewusst auf seinen Freund gezielt habe. Das ändere aber nichts an der groben Fahrlässigkeit im Umgang mit der Waffe, sagte die Richterin bei der Urteilsverkündung: Fünf Monate bedingte Haft, 2.400 Euro unbedingte Geldstrafe (nicht rechtskräftig). Zudem muss der Angeklagte dem Opfer 5.000 Euro Teilschmerzensgeld zahlen.


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