Hotelzimmer in Flammen: Zwei Polizisten aus dem Bezirk Freistadt als Lebensretter

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Mag. Susanne  Überegger Mag. Susanne Überegger, Tips Redaktion, 25.09.2020 13:14 Uhr

WALDBURG/FREISTADT/LINZ. Seine Erfahrung als Feuerwehrmann kam Armin Lumpelegger, Kommandomitglied bei der FF Waldburg, schon öfter bei seinen Einsätzen als Beamter beim Sektor Sonderdienste Linz der Bundespolizei zugute. Vergangenen Mittwoch rettete der Polizist aus Waldburg mit seinem Kollegen Jürgen Ruckendorfer, ebenfalls aus dem Bezirk Freistadt, das Opfer eines Mordversuchs in letzter Minute aus einem brennenden Hotelzimmer. 

Armin Lumpelegger (36) und Jürgen Ruckendorfer (41) waren gerade auf Streife in Linz unterwegs, als sie zu einem Brand in einem Hotel am Graben gerufen wurden. Zeugen wussten zu berichten, dass sich noch ein Mann (49) in dem brennenden Zimmer befand.

Beherzte Lebensretter 

„Als wir eintrafen, standen schon zwei Kolleginnen der Inspektion Landhaus mit dem Feuerlöscher vor dem Hotelzimmer, aber die Tür war versperrt“, berichtet Lumpelegger. Er und sein Kollege zögerten nicht lange und öffneten die Tür kurzerhand mit einer Ramme, Teil des Equipments in den speziell ausgestatteten Sektorfahrzeugen. 

„Wir gingen kurz neben der Tür in Deckung, denn es hätte eine Stichflamme geben können“, blieben Lumpelegger, Kommandomitglied der FF Waldburg, und Ruckendorfer kurz in gebückter Haltung neben der Tür stehen. Während Ruckendorfer den Eingangsbereich mit dem Feuerlöscher kühlte, packte Lumpelegger den schwer verletzten Mann, der gut zwei Meter hinter der Tür am Fußboden lag, und zog ihn aus dem Zimmer ins Stiegenhaus. Gleich darauf trafen die Feuerwehr und die Rettungskräfte ein. 

„Man weiß nie, was einen erwartet“

„Wird man zu einem derartigen Einsatz gerufen, ist man immer angespannt - denn man weiß man nie, was einen erwartet“, sagt Lumpelegger, dessen Einheit öfter zur Unterstützung der übrigen Polizeikräfte bei Amtshandlungen mit höherem Gefährdungspotenzial herangezogen wird.

„Es geht immer darum, das Risiko abzuchecken und dann genau das zu tun, wofür man ausgebildet wurde“, sagt der Waldburger. „Ein Einsatz wie jener im Hotel am Graben ist eine extreme Ausnahme, normalerweise überlassen wir so etwas unseren Kollegen von der Feuerwehr“, so Lumpelegger.

Der 36-Jährige ist froh, dass er den Schwerverletzten aus dem brennenden Hotelzimmer retten konnte: „Anderen Menschen zu helfen ist die Motivation eines jeden, der einer Blaulicht-Organisation angehört.“ 

Brandstiftung war Mordversuch

Wie die Ermittlungen der Polizei ergaben, wurde der Hotelbrand von einer lettischen Bande, die sich auf Kreditbetrügereien spezialisiert hat, gelegt, um das spätere Opfer zu beseitigen - mehr dazu hier 

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