Ortsbäuerin Doris Schützeneder: „Das Arbeiten mit der Natur und das Miteinander bereichern“

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Mag. Michaela Maurer Mag. Michaela Maurer, Tips Redaktion, 27.01.2021 11:21 Uhr

WARTBERG/BEZIRK. In einer neuen Serie stellt Tips die neuen Ortsbäuerinnen aus dem Bezirk Freistadt vor. Dieses Mal erzählt Doris Schützeneder als Zweite des Ortsbäuerinnen-Trios aus Wartberg von ihrer Arbeit in der Landwirtschaft.

Tips: Warum und wann sind Sie Bäuerin geworden?

Schützeneder: Ich bin in die Bäuerinnenrolle so richtig hineingewachsen oder besser gesagt hineingeboren! Ich hatte das Glück, dass mich meine Eltern überall unterstützt haben und ich alles ausprobieren durfte und so war es für mich die beste Entscheidung, diesen Beruf zu wählen.

Tips: Welche Standbeine und Besonderheiten hat Ihr Betrieb?

Schützeneder: Wir haben einen eher kleinstrukturierten biologisch geführten Milchviehbetrieb mit 28 Milchkühen plus Nachzucht. Unser zweites Standbein ist die Milchdirektvermarktung, wir veredeln unser Urprodukt Milch zu weiteren hochwertigen Lebensmitteln wie Butter, Topfen und Jogurt und Fruchtjogurts.

Tips: Was gefällt Ihnen besonders an Ihrem Beruf als Bäuerin?

Schützeneder: Der Beruf Bäuerin ist ein sehr familienfreundlicher, abwechslungsreicher, kreativer und naturbewusster Beruf. Man erlebt die Jahreszeiten ganz intensiv, man arbeitet in und mit der Natur. Mir gefällt aber auch die Gemeinschaft unter uns Bäuerinnen sehr. Lachen, arbeiten, kochen und das Miteinander ist schön und bereichert mich sehr.

Tips: Was ist schwierig beziehungsweise eine besondere Herausforderung in Ihrem Beruf?

Schützeneder: Herausforderungen haben wir Landwirte glaub ich sehr oft zu bewältigen! Wenn wir wegen des Wetters Ernteeinbußen oder gar Ernteausfälle haben, das ist sehr bedrückend und ist auch mit Existenzängsten verbunden. Aber aufgeben tut man nur einen Brief, sagten meine Eltern schon immer.

Tips: Was hat sich an der Arbeit in der Landwirtschaft in den vergangenen Jahren geändert?

Schützeneder: In der Landwirtschaft hat sich gewaltig was getan punkto Mechanisierung! Früher waren auf einem landwirtschaftlichen Betrieb mehr Leute, um zu helfen, jetzt müssen die Maschinen Arbeitskräfte so gut es geht ablösen, weil man es sonst nicht mehr schafft, in kurzer Zeit die Arbeit zu verrichten. Ständig gibt es neue Richtlinien und Verordnungen und Gesetze, die uns oft das Arbeiten nicht ganz leicht machen.

Tips: Was wünschen Sie sich für die Zukunft der Landwirtschaft?

Schützeneder: Dass wir Bauern vielleicht ein bisschen mehr wertgeschätzt werden für unsere Arbeit. Und gute Preise für unsere Lebensmittel.

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