Der Himmel kann warten: Sophia hat das Karibik-Paradies gefunden

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Mag. Claudia Greindl Mag. Claudia Greindl, Tips Redaktion, 21.04.2021 08:56 Uhr

SCHÖNAU. Während hierzulande der Winter nicht weichen will, genießt Sophia Schmalzer Sonne, Sand und blaues Meer auf der niederländischen Karibik-Insel Bonaire. Die 23-Jährige absolviert im Rahmen ihres Tourismus-Studiums ein Pflichtpraktikum in einem 5-Sterne-Hotel - und das mitten in der Corona-Pandemie.

Geplant hatte Sophia, von notorischem Fernweh getrieben, ursprünglich ein Auslandssemester in Singapur. „Das musste ich jedoch leider coronabedingt absagen.“ Das Pflichtpraktikum für ihr Studium „Tourism & Leisure Management“ an der IMC FH Krems sieht jedoch ein Tourismus-Pflichtpraktikum im vierten Semester vor. Während viele  ihrer Kollegen sicherheitshalber in Österreich blieben, war es für Sophia klar, dass dieses Praktikum im Ausland stattinden sollte. Seit Februar arbeitet die junge Schönauerin im Harbour Village Beach Club, einem 5-Sterne-Boutique Hotel auf der kleinen niederländischen Insel Bonaire. 

Nervenaufreibende Anreise

Die Anreise in die Karibik war mit vielen Unsicherheiten verbunden. „Bis zur letzten Minute vor Abflug war unsicher, ob das Hotel offen bleibt, ob die Fluglinie ihre Fugroute doch nicht storniert und ob alle meine Corona-PCR- und Schnelltests und Aufenthaltspapiere anerkannt werden“, berichtet Sophia von der nervenaufreibenden Anreise. Selbst beim Umsteigen auf dem Amsterdamer Flughafen Schipohl musste sie noch einen Schnelltest absolvieren und hatte ingesamt nur eineinhalb Stunden Aufenthalt. Die geltende Quarantänepflicht wurde kurz vor ihrer Ankunft auf Bonaire aufgehoben. „So habe ich ohne jegliche Quarantäne die ersten Eindrücke vom Inselparadies genossen  und bin vom tiefwinterlichen Österreich direkt auf karibische 30 Grad Islandvibes gewechselt.“

Sprachen als Tore zur Welt

An ihrer Arbeitstätte im Harbour Village Beach Club, einem preisgekrönten Resort, arbeitet Sophia vor allem im Front Office, also in der Rezeption und erfüllt den Urlaubern jeden nur erdenklichen Wunsch, was den Aufenthalt betrifft. „Ich kann viel vom Uni-Wissen in der Praxis anwenden und in viele Bereiche hineinschnuppern. Das hilft mir für meine zukünftige Berufswahl und Spezialisierung“, berichtet sie. Das 50-köpfige Mitarbeiterteam setzt sich aus 15 verschiedenen Nationalitäten zusammen. „Die kulturellen Unterschiede, die Sprachen und Lebenserfahrungen der Kollegen erheitern und bereichern das Arbeitsklima enorm.“ Sprachlich kommt Sophia mit Spanisch und Englisch gut zurecht, versteht aber auch schon ziemlich viel Niederländisch. UNd die offizielle Sprache Papiamentou, eine Mischung aus Portugiesisch, Spanisch, Englisch und NIederländisch, hab ich mir leicht angeeignet. Bon Bini heißt zum Beispiel Herzlich willkommen. Sprachen sind wirklich die Tore zur Welt!„

Arbeit im tropischen Paradies

Das Resort liegt in einem abgelegenen, vier Hektar großen tropischen Paradies, verfügt über den einzigen Privatstrand der Insel, einen Luxusyachthafen, eine Tauchschule und neben noblen Zimmern auch über Luxus-Suiten am Strand und Villen, alles in “Colonial Dutch Plantation„-Stil. Es gibt aber auch Unterkünfte in jeder Preisklasse, sodass sich “Otto Normalverbraucher„ einen Bonaire-Urlaub leisten kann. Die Gäste kommen vor allem aus den USA und aus Europa. KLM fliegt täglich direkt in nur neun Stunden von Amsterdam nach Bonaire.

Corona schnell eingedämmt

Corona spielte bis vor kurzem fast keine Rolle auf der Insel. “Dann ist jedoch die britische Mutation auf die Insel gekommen und hat die Infektionszahl bei 20.000 Einwohnern rasant steigen lassen„, berichtet Sophia. Der sofortige, strenge Lockdown zeigte rasch Wirkung. Trotz der nächtlichen Ausgangssperre und weiteren Sicherheitsmaßnahmen ist der Fremdenverkehr weiterhin lebhaft. Ab 15. Mai wird eine zehntägige Quarantäne bei Einreise aus Hochrisikogebieten Pflicht sein, ab dem fünften Tag kann man sich freitesten. 2Die Regierung ermutigt die Bevölkerung eindringlich, sich impfen zu lassen. Ziel ist, 85 Prozent aller Einwohner, also rund 16.000 Personen, bis Ende Mai geimpft zu haben“, sagt die Studentin. „Die Regierung handelt schnell und effektiv, denn die Menschen leben vom Tourismus.“ 

Im Taucher-Paradies

Untergebracht ist Sophia in einem eigenen Apartment im Hotel, wo sie selber für sich kocht. Wenn sie frei hat, ist die passionierte Taucherin aber vor allem unter Wasser unterwegs. „Bei der Suche nach meinem Praktikumsplatz habe ich immer einen Ort gesucht, an dem ich auch gut tauchen kann. Das Meer hat für mich einen unwiderstehlichen Reiz!“ Kaum irgendwo hätte sie es besser als in Bonaire erwischen können, denn sogar auf den Kennzeichentafeln der Autos steht „Bonaire - Divers Paradise“. „Der Himmel kann also warten, wenn man das Paradies gefunden hat“, schmunzelt die junge Frau, die nach ihrer Matura vier Jahre in Südamerika unterwegs war und zwei Jahre in einer Tauchschule in Kolumbien gearbeitet hat - „zuerst als Front Office Manager und dann nach meiner Divemaster-Ausbildung auch als Tauchguide.“ Bonaire hat den Wert seiner Naturschätze früh erkannt und Nationalpark errichtet. Bei Wassertemperaturen zwischen 26 und 30 Grad sind die Bedingungen fürs Tauchen und Schnorcheln im Bonaire National Marine Park rund um die Insel perfekt. 

Der Natur etwas zurückgeben

Ihre Freizeit widmet die Schönauerin der „Reef Renewal Foundation“, indem sie bei der Instandhaltung und Vergrößerung der Korallengärten hilft. „Voller Dankbarkeit gebe ich auch was zurück an die wunderschöne Unterwasserwelt, von der ich jedesmal erstaunter und beeindruckter bin.“ Wenn nach der Arbeit einmal kein Nachttauchgang auf dem Programm steht, schwingt sie sich auf ihr Mountainbike und genießt bei Abendsonne die Ruhe, die frische Meeresbrise und die atemberaubende Natur. Dazu gehört auch die größte Flamingo-Kolonie der NIederländischen Antillen, seltene Papageien und Leguane. Das Wetter ist meist strahlend schön, unterbrochen nur durch seltene, kurze Regenschauer. „Generell ist das Wetter wunderbar angenehm, ich vertrage es super.“ 

Unstillbares Fernweh

Heimweh ist für die 23-Jährige daher nur bedingt ein Thema. Erst im September sagt Sophia der Insel wieder auf Wiedersehen. Zurück in Österreich wird sie ihr letztes Studienjahr absolvieren. „Es ist immer gut zu wissen, wo meine Wurzeln sind. Es tut gut, bei meiner großen Familie zu sein und meine Freunde wieder zu treffen, dazuzugehören. Ich bekomme dann auch wieder ein Gefühl, wie lange ich schon weg war und was ich daheim verpasst habe. Ich versuche aber auch dort, wo ich gerade bin, ganz bewusst und im Moment zu leben und freu mich auf mein nächstes Reise-Abenteuer nach dem Studium, für das ich schon wieder Träume und Pläne habe. Denn was ich gut kenne, ist Fernweh!“ 

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